Er kennt die Rinder genau

Vor 25 Jahren: Thomas Sporleder holte Sieg im Kühe-Beurteilen

Blick für Milchvieh: Landwirt Thomas Sporleder aus Sebbeterode wurde Sieger in einem Beurteilungswettbewerb. Repro:  HNA

Schwalm-Eder. Ein Landwirt mit Blick für Küheund starke Nachfrage nach dem Begrüßungsgeld in Schwalmstadt waren die bestimmenden Themen in der Schwalm vor 25 Jahren.

Bei Kühen macht ihm keiner was vor: Thomas Sporleder aus Sebbeterode wurde Bundessieger im Tierberuteilungswettbewerb. Als damals 23-Jähriger holte er den Titel in Frankfurt. Dabei galt es schwarz-weiße Kühe zu beschreiben und zu bewerten.

Richtfest wurde in der neugebauten Großsporthalle im Ostergrund in Treysa gefeiert. 7,4 Millionen Mark hatte der Bau gekostet. Die Vier-Felder-Halle war damals die größte im Schwalm-Eder-Kreis.

Der damalige Bürgermeister Frielendorfs, Gerhard Wetzel, kritisierte das Regierungspräsidium, das veranlasst hatte, weitere 150 Personen aus der DDR im Ferienwohnpark unterzubringen. Es hätte keine Rücksprache mit der Gemeinde gegeben und Ferienhäuser mussten für Gäste freigehalten werden. Ein Teil der Menschen wurde damals über die Feiertage in Wohnungen untergebracht.

In Ziegenhain gründeten Anwohner einer Bürgerinitiative. Sie trat gegen den Schweralastverkehr ein, der tagtäglich durch die Stadt rollte. Die Anwohner wollten zudem den Bau der Südtangente als Entlastungsstrecke vorantreiben. Als Vorsitzender wurde Frank Platte gewählt.

Das Wetter spielte nicht mit für die Besucher des vierten Weihnachtsmarktes in Ziegenhain: Von frühlingshaften Temperaturen mit böigem Wind und Gewitter wurde geschrieben. Doch die Besucher erwartete ein Gemisch aus Kunst, Kultur, Kommerz und Schwälmer Spezialitäten.

Ein ungeahnter Besucheransturm aus der DDR breitete sich über Schwalmstadt aus. Der Grund war, dass die Stadt als eine der wenigen im Bundesgebiet 140 Mark (100 Mark vom Bund sowie jeweils 20 Mark von Stadt und Landkreis) Begrüßungsgeld auszahlte. 2705 Besucher erhielten so im November und Dezember 1989 378 700 Mark ausgezahlt. Rein rechnerisch nahmen 65 Menschen pro Tag das Angebot Schwalmstadts in Anspruch. Die Zahlungen des Begrüßunggelds wurden bundesweit Ende 1989 eingestellt.

Schluss sollte mit der Raserei in Schrecksbach sein. Das beschloss die Gemeindevertretung. Besonders in den Ortsteilen und auf der Bundesstraße in Röllshausen wurde zu schnell gefahren. So sollten in der Breslauer Straße und Wasserweg Bäume gepflanzt sowie Steine gesetzt werden, um den Verkehr zu beruhigen.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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