Jazz vom Feinsten zum Nulltarif

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Begeisterten das Publikum: Die Mitglieder der Big Band der Geschwister-Scholl-Schule aus Melsungen unter der Leitung von Elke Jenge (vorne rechts).

Guxhagen. Professor am Schlagzeug, Schüler mit Posaune: Zu einem generationenübergreifenden Workshop trafen sich am Samstagabend Menschen im Alter von 16 bis 74 in der Gaststätte „Zur Breitenau“ in Guxhagen.

„Was 1996 als Privatinitiative begann, ist inzwischen längst zum Selbstläufer geworden“, erklärte Mitbegründer Ulf Wahnel. „Einmal im Monat treffen sich Jazzmusiker aus der Region, um einen Teil ihres Repertoires vorzustellen und sich mit anderen Musikern auszutauschen.“ Dabei kommen in Guxhagen Amateure und Profis regelmäßig zusammen, um das Publikum bei freiem Eintritt zu unterhalten. „Rhythmus, Gefühl und gute Laune, das ist unsere Kernbotschaft“, so Wahnel.

Viel Applaus gab es nicht nur für die Riverside Jazz Messengers, die den Abend eröffneten. Mit Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Dietfrid Krause-Vilmar am Schlagzeug überzeugte die Formation unter anderem mit Jazzstandards wie „Blue Skies“.

Auch die angehenden Abiturienten der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen verbuchten viel Applaus mit ihrer Big Band unter der Leitung von Elke Jenge. Sie präsentierten Swing, Latin, Rock und Funk vom Feinsten. Darunter gaben die Mädchen und Jungen Hits wie „Riders on the storm“ von den Doors oder „I heard it through the grapevine“ zum Besten. „Mit den Auftritten finanzieren sich unsere Schüler eine Konzertreise in die Melsunger Partnerstadt Todi in Italien“, erläuterte Elke Jenge, die die Big Band der Schule seit 2002 begleitet.

Auch das Golden River Jazztett aus Gudensberg, das mit Stücken wie „Whoopin‘Blues“ und „Bourbon Street Parade“ unterhielt, hat bald eine weite Reise vor sich. Für die fünf jungen Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren geht es nach Ägypten. In Guxhagen spielten sich die Chattengauer mit arrangierten traditionellen New Orleans Jazzstücken in die Herzen der Zuhörer.

Mit der Gruppe Neo Orleo um Berufsmusiker Werner Kiefer stand dann der New-Orleans-Jazz der zwanziger und dreißiger Jahre im Mittelpunkt der Session. Mit von der Partie war außerdem die amerikanische Jazzposaunistin und Musiklehrerin Kathy Freiboth mit einigen Jugendlichen, die sich neben der modernen Musik auch dem Jazz verschrieben haben.

• Nächster Termin für alle Jazz-Begeisterten ist Samstag, 16. März, 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Breitenau“.

Von Katja Rink

Quelle: HNA

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