Katharinenverein tourt ab ab heute durch Spangenberg

Der Bus hat jede Menge Hilfe im Gepäck

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Touren künftig mit dem Katharinenmobil durch die Liebenbachstadt und bieten haushaltsnahe Dienstleistungen und praktische Hilfe an: von links Claudia Giese, Ulrike Gläsel, Reiner Liebetrau, Jutta Wölki-Voß, Sabine Conti und Kerstin Laubach.

Spangenberg. Nur die Winterreifen müssen noch aufgezogen werden auf den Ford Transit Nugget. Dann kann der Katharinenverein mit seinem neuen, anthrazitfarbenen Bus mit Hochdach in die Spangenberger Dörfer starten.

Dort sollen Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Vereins den Einwohnern Nachbarschaftshilfe anbieten.

Wer sich für das Vorhaben interessiert, dem zeigen Sabine Conti und Jutta Wölki-Voß vom Vereinsvorstand ein Blatt Papier mit lauter Zeichnungen: mit einem Besen ist da beispielsweise eine Mitarbeiterin beim Putzen zu sehen, andere haben mit dem Katharinenmobil Bücher, einen Friseursalon und Informationsmaterialien zu aktuellen Lebensthemen oder vorbestellte Einkäufe mitgebracht und auf einer dritten Zeichnung sind Strichmännchen am Computer zu sehen.

Der Rechner ist ein Symbol. Mit ihm kann der Verein die ganze Welt ins Dorf holen, großes Kino in Leerständen zeigen, Planungen für seniorengerechte Umbauten entwerfen. Oder einfach nur das anbieten, was die Spangenberger sich sonst so wünschen. Was das genau sein soll, haben die Einwohner in der Hand: Auf einem Fragebogen sollen sie sich äußern, zu ihren Wünschen in Sachen Veranstaltungen, Gartenpflege, Hausnotruf, Freizeit. Außerdem strebt der Katharinenverein an, in jedem Dorf einen Ansprechpartner für das Projekt zu gewinnen.

100.000 Euro hat der Katharinenverein nach eigenen Angaben für das Bus-Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingeworben. 20 Prozent dieser Summe muss der Verein noch zusätzlich beispielsweise über Spenden sammeln. Zusammen soll das für zunächst zwei Jahre reichen.

Fläche so groß wie Kassel

Und warum gibt es überhaupt Geld vom Bund? Der Katharinenverein weiß es nicht, aber er startet nach eigenen Angaben mit dem Mobil eins von bundesweit 35 Projekten, für die sich 500 Träger beworben hatten. Möglicherweise punktete der Verein mit Spangenberg selbst. Denn, so Sabine Conti, die Liebenbachstadt ist von der Fläche nahezu so groß wie Kassel – auf einem Quadratkilometer leben aber nur 63 Menschen, in Kassel dagegen etwa 1840. Grund genug also, mit dem Katharinenmobil zu den Leuten aufs Dorf zu fahren und praktische Alltagshilfe anzubieten. (lgr) • Start: Der Bus fährt erstmals am Dienstag, 13. November, nach Metzebach und steht dort ab 10.30 Uhr vor der Kirche. Angeboten werden Fragebögen, Gespräche, Kaffee und Gebäck.

Quelle: HNA

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