Im Jahr 2011 starben drei Menschen, 55 wurden schwer verletzt

Bei jedem dritten Unfall ist Wild der Auslöser

WolfhaGer Land. Der Wildreichtum im Wolfhager Land schlägt sich in der Verkehrsunfallstatistik für die Region nieder. Bei einem Drittel der im Jahr 2011 erfassten 668 Unfälle im Altkreis Wolfhagen handelte es sich um Wildunfälle.

Das sagte Volker Pieper, Leiter der Polizeidienststelle Wolfhagen. In 226 Fällen seien Tiere Auslöser für die Unfälle gewesen.

Bei diesen Zusammenstößen wurden zwei Menschen schwer und drei leicht verletzt. Den bei den Wildunfällen entstandenen Schaden gibt Pieper mit 250.000 Euro an. Wer auf den Straßen im Wolfhager Land unterwegs sei, müsse wegen des Waldreichtums und der Landschaftsstruktur immer damit rechnen, mit Wild konfrontiert zu werden.

Generell ist die Zahl der Unfälle gegenüber dem Vorjahr (684) um 2,3 Prozent zurückgegangen. Allerdings hat es leichte Steigerungen bei den Kollisionen gegeben, bei denen Menschen verletzt und gar getötet wurden. Im vergangenen Jahr sind drei Menschen bei Unfällen gestorben, 55 Personen wurden schwer und 103 leicht verletzt.

Klassische Schwerpunkte gebe es nicht. Allerdings häuften sich auf den vier Bundesstraßen, die durch die Region führten, die Unfälle. Auf dem Land werde tendenziell schneller gefahren als in der Stadt. Wegen des höheren Tempos hätten die Unfälle oft auch gravierendere Folgen.

Hoch ist mit einer Zahl von 136 der Anteil der Unfallfluchten. Und gerade bei Fluchten im Zusammenhang mit Kollisionen, bei denen Menschen verletzt wurden oder Alkohol im Spiel war, sei die Aufklärungsquote hoch, sie liege bei 90 Prozent, sagte Polizeihauptkommissar Volker Pieper. Für die ermittelten Kraftfahrer hat ihr Entfernen vom Unfallort drastische Konsequenzen. Geld- und mitunter Freiheitsstrafen kommen auf sie zu.

Quelle: HNA

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