265 Personen im Kreis haben sich seit 2009 einbürgern lassen

Einbürgerung: Jeden Monat ein Dutzend neue Deutsche

Schwalm-Eder. 265 Männer, Frauen und Kinder im Schwalm-Eder-Kreis haben seit Beginn des vergangenen Jahres die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Die meisten von ihnen oder ihre Vorfahren stammen aus der Türkei, Russland und der Ukraine.

Damit haben sie den Anteil der Deutschen an der Bevölkerung des Landkreises mit seinen knapp 190 000 Einwohnern ein wenig erhöht. Laut Kreisverwaltung leben 6500 Ausländer zwischen Ottrau im Süden und Niedenstein im Norden. Das entspricht einem Anteil von 3,5 Prozent.

Warum die 265 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen wollten, ist unklar, denn ein Grund muss im Antrag nicht angegeben werden. Dieser wird bei Kommunen mit über 7500 Einwohnern im jeweiligen Rathaus gestellt, bei kleineren bei der Kreisverwaltung.

Liegen die Unterlagen, zu denen auch der bestandene Test gehört, vollständig vor, gehen sie ans Regierungspräsidium. Das überprüft sie und stellt nach Zahlung einer Gebühr von 255 Euro die Einbürgerungsurkunde aus.

In der Regel verliert der neue Deutsche seine bisherige Staatsangehörigkeit. Ausnahmen gibt es aber nicht nur da, wo das Mutterland seine Bürger nicht aus der Staatsangehörigkeit entlässt: Wer aus einem der EU-Staaten oder aus der Schweiz kommt, kann seinen alten Pass behalten.

Keine Chance auf einen deutschen Personalausweis haben Menschen, die straffällig geworden sind, noch keine acht Jahre in Deutschland leben, ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können oder keine ausreichenden Deutschkenntnisse besitzen.

Seit September 2008 müssen die Bewerber in einem Test auch nachweisen, dass sie mit der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie mit den Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut sind.

Quelle: HNA

Kommentare