Am 17. Januar steht im Hagebaumarkt die Inventur an – Auch Tiere werden erfasst

Jeder Fisch wird gezählt

Schaut genau hin: Christopher Horn, Leiter der Heimtierabteilung im Hagebaumarkt in Treysa, zählt bei der Inventur unter anderem die Fische in den Aquarien. Foto: Thöne

Treysa. 20 Uhr. Der Hagebaumarkt in Treysa hat soeben geschlossen, jetzt kann es losgehen. Pflanzen, Blumenerde, Bohrmaschinen und Nägel – sie alle werden bei der Inventur im Januar gezählt. Rund 460 000 Artikel müssen in nur wenigen Stunden erfasst werden. Keine leichte Aufgabe.

Besonders genau hinschauen muss Christopher Horn. Er leitet die Heimtierabteilung und ist am Abend der Inventur mit einem Kollegen im Einsatz. „Die Fische zu erfassen, ist aufwändig“, sagt er und zeigt auf die vielen Aquarien um ihn herum. Mehrere Tausend Fische tummeln sich in den Becken.

Sie alle von Hand zu zählen, sei quasi unmöglich. Schließlich sind die Fische ständig in Bewegung. „Wir machen Fotos von ihnen und zählen sie dann“, erklärt Horn. Besonders bei großen Schwärmen mit kleinen Fischen kann das schon mal dauern.

Keine beliebte Aufgabe

Auch die winzigen fast durchsichtigen Garnelen würden viel Arbeit machen. „Die muss man erstmal finden“, sagt Horn und guckt ins Auqarium. Aber nicht nur Tiere, vor allem auch Schrauben müssen gezählt werden.

„Das gehört tatsächlich zu den eher weniger beliebten Aufgaben“, sagt Marktleiter Dirk Weibler und schmunzelt. Allerdings werden diese nicht einzeln erfasst, sondern die Schrauben werden gewogen.

Problematisch sind auch Waren, die auf Rollen aufgezogen sind wie Seile und Kabel. „Hier können wir anhand von Wiegetabellen nachprüfen, wie viel Ware noch da ist“, erklärt der Marktleiter. Bei der Teichfolie hingegen müssten die einzelnen Lagen gezählt werden. Anhand dessen könne nachvollzogen werden, wie viel Folie an einer Rolle hängt.

Mit einem mobilen Datenerfassungsgerät gehen die Mitarbeiter von Ware zu Ware und scannen den Strichcode ab. Dann wird die gezählte Menge eingegeben. Natürlich können da auch Fehler passieren. „Wir kontrollieren allerdings schon während der Inventur stichprobenartig“, betont Weibler.

Dass der Ist-Bestand am Ende der Inventur nicht dem Soll-Bestand entspricht, könne auch daran liegen, dass Waren geklaut, von Mitarbeitern falsch gebucht oder falsch abkassiert werden. Dadurch entstünde eine gewisse Differenz. Nach sechs Stunden ist es dann schließlich geschafft. Um zwei Uhr morgens sollten möglichst alle Artikel gezählt sein. Insgesamt acht Mitarbeiter des Hagebaumarkts sind bei der Inventur im Einsatz. Sie unterstützen die 50 Arbeitskräfte eines externen Dienstleisters beim Zählen.

„Zum Glück machen wir die Inventur mittlerweile im Januar“, sagt Dirk Weibler. Früher hätte noch die gesamte Weihnachtsdekoration gezählt werden müssen. „Das war ein Spaß“, scherzt der Marktleiter.

Quelle: HNA

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