Ausbildungsbörse stellt Veranstalter und Jugendliche zufrieden

Jeder hat gewonnen

Netbook für die Nichte: von links Gabriele Stützer von der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktförderung, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Uwe Hempel, der Onkel der Gewinnerin, Tatjana Graubecker vom Fachbereich Wirtschaftsförderung und Thomas Keil von Eon Mitte. Foto: Grob

Schwalm-Eder. Für Julia Schwarz aus Borken hat sich der Besuch der Ausbildungsbörse in Borken gelohnt. Bei der Verlosung eines Netbooks, eines tragbaren Computers, wurde die 15-jährige Schülerin als Gewinnerin gezogen. Der Preis wurde von Eon Mitte zur Verfügung gestellt.

Julia Schwarz hatte wie 127 andere Jugendliche bei der Börse einen Fragebogen ausgefüllt und somit automatisch an der Verlosung teilgenommen. Die Ergebnisse der Befragung zeigten, dass sich der Besuch der Börse auch für die gelohnt hat, die nicht als Gewinner gezogen wurden.

Große Zufriedenheit

87 Prozent der jungen Leute gaben an, dass sie mit der Auswahl der Aussteller zufrieden waren. Für 40 Prozent waren die Gespräche mit den Ausbildungsbetrieben so erfolgreich, dass sie sich unbedingt bewerben wollen, andere haben Praktikumsplätze oder Anregungen für die Berufswahl gefunden.

Neues Konzept ging auf

„Wir wollten junge Leute und die Firmen zusammenbringen, und das ist uns auch gelungen“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Die Veranstalter von der Wirtschaftsförderung des Landkreises hatten das Konzept der Ausbildungsbörse verändert: Sie fand nur noch eintägig statt – ohne einen Tag für die Schulklassen. Grund: mangelndes Interesse.

An dem verbliebenen Ausstellungstag sollten nur noch Jugendliche kommen, die sich wirklich informieren wollten. „Die Firmen waren begeistert, wie gut sich die jungen Leute vorbereitet hatten“, sagte Tatjana Graubecker von der Wirtschaftsförderung.

Allerdings gebe es auch Verbesserungsbedarf, sagte Gabriele Stützer, die in der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktförderung an der Planung beteiligt gewesen war. „Manche Besucher haben Berufe wie den Bäcker vermisst.“ Dabei habe die Kreishandwerkerschaft aus Homberg an ihrem Stand unter anderem auch darüber informiert.

Im kommenden Jahr werde es wieder eine Börse geben, sagte der Landrat. Viele Aussteller hätten schon wieder zugesagt, andere wollen erstmals mitmachen.

Für Gewinnerin Julia Schwarz nahm ihr Onkel Uwe Hempel den Gewinn an. Sie konnte nicht selbst da sein, weil sie zum Zeitpunkt der Preisverleihung auf Klassenfahrt in Berlin war.

Von Daniel Grob

Quelle: HNA

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