Dominik und Lena Bank aus Gilsa sammeln Kleidung für Flüchtlinge

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Inmitten von Kartons: Dominik und Lena Bank sammeln Kleidung für die Flüchtlinge in Schwarzenborn. Am Sonntag wollen sie die ersten Spenden abgeben.

Gilsa. Dominik und Lena Bank stehen inmitten von Kartons. In ihrem Wintergarten in Gilsa stapeln sich Umzugs- und Bananenkisten. Darin liegen Pullover, Handschuhe, dicke Socken.

Warme Kleidung für den Winter. Warme Kleidung, die Freunde, Nachbarn, Verwandte und viele von Dominik Banks 3000 Facebook-Frenden gespendet haben. Sie sind für die Flüchtlinge in Schwarzenborn bestimmt. Dominik Bank hat seine eigene Sammlung gestartet. Am Sonntag will er die Spenden in einen großen Lastwagen packen und bei der Unterkunft abgeben.

Ruhig sitzen bleiben und abwarten, was passiert: Das ist nichts für den 30-Jährigen. Er hat schon häufiger angepackt und Spenden gesammelt. So etwa im Jahr 2013 für die Flutopfer bei Magdeburg und den kleinen Tamino aus Borken, der eine Delfintherapie benötigte. Und auch bei den Flüchtlingen wollte Bank nicht nur zusehen. „Ich habe mir schon länger gedacht, dass ich helfen muss“, erklärt der Soldat. Doch lange war nicht klar, wie. „Einfach nach Schwarzenborn fahren und helfen, das geht nicht“, sagt er.

Am Mittwoch sieht er plötzlich eine Möglichkeit. Auf Facebook lernt er Arras Marika aus Borken kennen. Als Bank seinen Spendenaufruf liest, ist er sofort dabei und startet seine eigene Aktion. Unter dem Titel „Achtung ihr Lieben! Ich bitte um eure Mithilfe“, wendet sich Bank an seine Freunde. „Da der Winter vor der Tür steht und die Menschen leider noch keinen Platz in warmen vier Wänden besitzen, würde ich euch euch vom Herzen bitten, viele Spenden vorbeizubringen“, schreibt er weiter und tritt damit eine Welle der Hilfsbereitschaft los. Bis Freitagnachmittag wird der Beitrag 74 Mal mit „gefällt mir“ markiert und 42 Mal geteilt. Doch nicht alle unterstützen Banks Bemühungen. Es gibt auch Kritik. „Darauf antworte ich ganz klar“, sagt Bank, der für rassistische Äußerungen kein Verständnis hat.

Für Dominik Bank ist Hilfe selbstverständlich. „Ich lebe in einer Welt voller Luxus. Im Gegensatz zu den Flüchtlingen. Die kommen hier an und haben nichts. Das tut mir extrem weh“, erklärt der 30-Jährige und geht mit gutem Beispiel voran. Drei Kartons habe er allein mit seinen Sachen gefüllt. „Ich brauche keine zehn Pullis, mir reichen auch drei“, verdeutlicht er. Bank ist sicher: Jeder habe zuhause etwas, das er abgeben könne. „Und wenn jeder etwas bringt, ist es am Ende richtig viel.“

Hilfe: Spenden können jederzeit bei Lena und Dominik Bank, Lange Wiese 13, in Gilsa abgegeben werden. Kontakt über www.facebook.com/dombank

Quelle: HNA

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