Jeder Kilometer bringt was Gutes

Benefizlauf: 700 km bis zur Leichtathletik-EM in Zürich

+
Läuft für Kinder: Peter Kodlin legt sich zum zweiten Mal mit 15 anderen Läufern für Spenden ins Zeug. Beim 700-Kilometer-Lauf will er Geld für den integrativen Kindergarten des Lebenshilfe Werks in Bad Wildungen sammeln. Foto: Thiery

Jesberg/Edertal. Laufen ist sein Hobby, und das nutzt Peter Kodlin aus Jesberg auch, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Am Freitag startet er mit weiteren 15 Läufern aus der Region um Edertal zu einem Spendenlauf nach Zürich. Die Gruppe will in sieben Tagen 700 Kilometer zurücklegen und hofft auf möglichst viele Spender, die das Vorhaben unterstützen.

Ziel ist die Leichtathletik Europameisterschaft, die in Zürich stattfindet. Die Spenden sollen dem integrativen Kindergarten der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg in Bad Wildungen zu Gute kommen.

Laufen und Spenden: Das haben die engagierten Läufer schon bei den Olympischen Spielen in London gemacht. Sie liefen die 800 Kilometer aus Nordhessen in die britische Hauptstadt und erzielten dabei 2000 Euro, die sie ebenfalls dem Kindergarten spendeten. Diesen Erfolg wollen sie dieses Jahr wiederholen.

Staffellauf als Training 

Organisiert wird die Tour wieder vom TV 08 Bergheim. Und wieder ist die Tour eine Art Staffellauf. Die Läufer werden zwischen 95 und 105 Kilometer täglich zurücklegen, die meisten acht bis zwölf Kilometer. „Ich laufe am Tag etwa 25 Kilometer“, sagt Kodlin. Das ist für den Marathonläufer ein leichtes Training für den bevorstehenden Frankfurt-Marathon und stelle kein schweres Unterfangen dar, meint er.

Kodlin ist Extrem-Läufer. Im vergangenen Jahr bewältigte der 48-Jährige den Transalpine-Lauf von Oberstorf nach Südtirol und überwand dabei in acht Tagen 250 Kilometer und 15 000 Höhenmeter über die Alpen. Das könne man nun nicht vergleichen, bei dem Spendenlauf sei die Gemeinschaft wichtig, so der Jesberger.

Start ist in Edertal, die sieben Etappen führen über Grünberg, Frankfurt, Worms, Karlsruhe, Strasbourg, den Kaiserstuhl und Basel bis nach Zürich. Dort will die Gruppe am 15. August am Ziel, dem legendären Leichtathletik-Stadion Letzigrund, ankommen.

Tolle Landschaften 

Die Strecke führt überwiegend über Radwege und Nebenstraßen, erklärt Kodlin. Je zwei Läufer werden von einem Radfahrer begleitet. Ein großer Teil der Strecke führt am Rhein entlang. „Dort hoffen wir auf eindrucksvolle Landschaften wie die Weinanbaugebiete und den Kaiserstuhl“, sagt er. Doch nicht nur das Landschafterlebnis ist neben dem Gemeinschaftsgefühl das Ziel: „Klar, wir hoffen auf möglichst viele Spenden.“ Egal wie viel man spenden möchte, jede Summe, ob ein oder zehn Euro, sei willkommen.

Weil die Gruppe das zweite Mal für den Kindergarten in Bad Wildungen startet, habe man inzwischen so etwas wie eine Patenschaft übernommen. In der Einrichtung seien viele Kinder aus sozial schwachen Familien und Integrationskinder. Das Geld soll für ein Bällchen-Bad verwendet werden. Kodlin kennt sich mit dem Spenden übrigens aus. Er war bis 2008 Vorsitzender des Elternvereins für krebskranke Kinder im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und hat dafür viele Spenden erwirkt.

Während des Laufs wird es einen Blog geben, auf dem man die Etappen täglich im Internet verfolgen kann: www.lauf-nach-Zuerich.blogspot.de

• Kontakt und Spenden: Wer den Spendenlauf unterstützen möchte, kann Kontakt mit Volker Heck aufnehmen, Tel. 05623/4326 oder Email an heck.volker@t-online.de Direkt spenden kann man über das online-Portal Helpedia: www.helpedia.de/spenden-aktionen/lauf-nach-zuerich Spendenkonto bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Empfänger: Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, IBAN: DE 25 5235 0005 0000 0246 53, BIC: HELADEF1KOR; Verwendungszweck: Lauf nach Zürich.

Täglich Neues 

Peter Kodlin wird für die HNA täglich von seinem Lauf nach Zürich und über die Erlebnisse berichten. Sie finden die Kolumne in Ihrer Ausgabe ab Samstag bis nächsten Freitag.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

Kommentare