Jetzt sind es fünf Fraktionen - Claus Reich wieder Erster Stadtrat

Der Evakuierungsturm zum Brandschutz am Hochzeitshaus: Mit diesem Thema werden sich die neu gewählten Stadtverordneten in Fritzlar in den kommenden Monaten sicher intensiv beschäftigen müssen. Foto: Archiv

Fritzlar. Mit einem Wahl-Marathon und etlichen Abschieden ist die neu gewählte Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend in die neue Wahlperiode 2016 bis 2021 gestartet.

Bürgermeister Hartmut Spogat eröffnete zum ersten Mal eine konstituierende Parlamentssitzung. Er bemühte die Statistik: 

• 227 Kandidaten hatten sich um die Mandate in Parlament und Ortsbeiräten beworben, 

• unter den 35 Stadtverordneten sind acht Frauen und damit zwei mehr als bisher, 

• 21 Stadtverordnete kommen aus der Kernstadt, 16 aus den Stadtteilen.

In der Stadtverordnetenversammlung sind jetzt fünf Fraktionen vertreten: die CDU (17 Sitze), die SPD (12 Sitze), die Freien Wähler (4 Sitze), die FDP (2 Sitze) und die Grünen (2 Sitze). CDU, Freie Wähler und FDP haben angekündigt, eine Koalition bilden zu wollen.

Die Wahlen

Neuer und alter Stadtverordnetenvorsteher ist Eberhard Dippolter (CDU), der unter der Leitung von Alterspräsident Günter Faupel einstimmig gewählt wurde.

Faupel freute sich, dass neue, junge Gesichter im Parlament vertreten seien. „Es gibt also noch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagte er. Der Wähler erwarte jetzt von den Stadtverordneten, dass debattiert werde, in der Sache hart, aber ohne persönliche Angriffe. Als ein strittiges Thema nannte er den Brandschutz am Hochzeitshaus.

Gewählt wurden per Handzeichen außerdem: 

• als Stellvertreter des Stadtverordnetenvorstehers: Christian Seyffarth (CDU), Gerlinde Draude (SPD) und Gert Rohde (FW). 

• als Schriftführer Stefanie Hetzler und Michael Scholz.

Verabschiedungen

Aus den Gremien ausgeschiedene Mandatsträger erhielten als Dank und Anerkennung eine Urkunde. Es waren aus der Stadtverordnetenversammlung Udo Dlugos, Hilmar Döring, Thomas Ellenberg, Wolfgang Herzog, Hartmut Holthausen, Paul-Jürgen Kaiser, Peter Kuttelwascher, Klaus-Dieter Mirswa, Elisabeth Orth, Ulrich Rohde, Elli Wackerbarth, Gerhard Weiszenburger. Mit stehendem Applaus verabschiedete das Parlament Dr. Peter Hausam, der nicht mehr für den Magistrat kandidierte. Er gehörte 31 Jahre diesem Gremium an.

Ausschüsse

Die Stadtverordnetenversammlung wird nur noch zwei statt der bisher drei Ausschüsse bilden. Es gibt künftig den 

• Haupt- und Finanzausschuss 

• Ausschuss für Planung, Umwelt, Soziales und Kultur.

Damit jede Fraktion einen Vertreter in die Ausschüsse schicken kann, werden sie elf statt bisher sieben Mitglieder haben.

Magistratswahl

Dem Magistrat werden künftig neun statt bisher sieben Mitglieder angehören. Die CDU stellt vier Magistrate, die SPD drei, die FW und die FDP jeweils einen. Zum Ersten Stadtrat gewählt wurde erneut Claus Reich. Im Magistrat sitzen außerdem Dr. Thomas Fölsch, Claus Reich, Klaus Lambert (CDU), Holger Ritte-Mander (FDP), Rolf Platte, Mario Jäger, Wolf Rudat (SPD) und Melissa Wenderoth (FW).

Quelle: HNA

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