Förderverein hat mit Sanierung begonnen – Konvektorenheizung ist bereits eingebaut

Jetzt ist Zeit für Neues

Ein Berg Gardinen: Beate Hruschka mit den alten, ausgedienten Gardinen.

Obermelsungen. An der Haustür des Gemeindehauses liegen voll gestopfte Kleidersäcke. Der Inhalt: die langen, weißen, grobmaschigen, ausgedienten Gardinen. Dreißig Jahre hingen sie vor den Fenstern – jetzt ist Zeit für was Neues.

Das gilt für das gesamte Gebäude. Die Mitglieder des Fördervereins zur Erhaltung des evangelischen Gemeindehauses wollen eben jenes sanieren. „Es ist einfach abgewohnt“, sagt Vereinsmitglied Kurt Gerlach. In dieser Woche ging’s los.

Dabei geht es nicht um die Bausubstanz, die hatte ein unabhängiger Architekt für gut befunden. Das Gemeindehaus erhält eine optische und praktischere Auffrischung. Eigentümer ist weiterhin die Kirchengemeinde, seit Januar ist der Förderverein Nutzer des Gemeindehauses und für die Unterhaltung und Instandhaltung zuständig. Nutzt die Kirchengemeinde das Gebäude, zum Beispiel für Konfirmandenunterricht oder Kindergottesdienst, stellt dies der Förderverein der Kirchengemeinde in Rechnung.

In dieser Woche haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Die alte, teure Nachtspeicherheizung wurde ausgetauscht, neue Heizkörper wurden installiert. Am morgigen Samstag werden Vereinsmitglieder und andere fleißige Helfer die Tapeten im Saal abreißen, damit er neu gestrichen werden kann: in lindgrün. Auch das Parkett soll abgeschliffen und neu versiegelt werden. Örtliche Handwerker unterstützen den Förderverein unentgeltlich. „Das Engagement ist irre“, sagt Beate Hruschka vom Förderverein.

Gestern gab es aber eine Hiobsbotschaft: Beim ersten Versuch des Tapetenabnehmens kam den Helfern der Putz entgegen. Dadurch wird die Sanierung teurer werden. Dennoch sollen die Arbeiten bis 14. April abgeschlossen sein, weil dann die erste große Feier in neuem Ambiente stattfinden soll: eine Konfirmation.

„Wir wollen das Gemeindehaus künftig häufiger für Familienfeiern vermieten“, sagt Beate Hruschka. Das hilft auch, die Unterhaltung des Hauses zu finanzieren. Deshalb sollen auch Wein- und Sektgläser für die Küche angeschafft werden. Eine neue Hausordnung soll auch noch erstellt werden. Und neue Gardinen müssen noch genäht werden.

• Tag der offenen Tür: Pfingstsonntag, 19. Mai, nach dem Familiengottesdienst, gemeinsames Essen.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

Kommentare