Jobcenter und Arbeitsagentur sind in alte Kleiderfabrik gezogen

Am neuen Standort: Das Jobcenter des Landkreises Kassel und die Wolfhager Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit sind in die alte Kleiderfabrik am Raiffeisenweg in Wolfhagen umgezogen. Das Gebäude wurde für mehr als eine halbe Million Euro saniert. Foto: Norbert Müller

Wolfhagen. Die Wolfhager Geschäftsstelle des Jobcenters vom Landkreis Kassel hat innerhalb der Stadt den Standort gewechselt.

Und auch die Agentur für Arbeit hat in diesen Tagen neue Büros bezogen. Beide haben das Gebäude an der Kurfürstenstraße verlassen und sich in der ehemaligen Kleiderfabrik eingerichtet.

Den Dienstleistern sei bei der Suche nach neuen Räumen wichtig gewesen, dass sie weiterhin unter einem Dach bleiben können, sagt Silke Sennhenn, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Kassel. Die Räumlichkeiten an der Kurfürstenstraße seien sehr beengt und nicht barrierefrei gewesen, meint Ute Blaha, Leiterin des Leistungsbereiches vom Jobcenter. Mitunter hätten die Mitarbeiter verteilt auf verschiedenen Etagen arbeiten müssen. Sennhenn: „Kundenfreundlichkeit sieht anders aus.“ Wer nun zur Arbeitsagentur und zum Jobcenter wolle, werde über ein klares Kundenleitsystem zu seinem Ansprechpartner gelotst.

Landrat Uwe Schmidt habe sich für den Umzug innerhalb Wolfhagens eingesetzt - auch deshalb, um den Behördenstandort Wolfhagen zu sichern, betont der Sprecher der Kreisverwaltung Harald Kühlborn. Die alte Kleiderfabrik am Raiffeisenweg gehört der landkreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft AGiL, die darin seit 1996 unter anderem eine Recycling-Werkstatt und ein Gebrauchtmöbellager betrieben hat. Um Platz für die neuen bürgerfreundlicheren Büros des Jobcenters zu schaffen, wurde für die Recycling-Werkstatt ein Ausweichstandort gefunden werden. Seit Ende Oktober ist sie in der Pommernanlage untergebracht.

AGiL baute das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss des Komplexes am Raiffeisenweg für rund 580 000 Euro um und vermietet die Räume ab dem 1. Januar an das Jobcenter.

Eine bürgerfreundliche Eingangszone wird von beiden Behörden genutzt. Ein neuer Personenaufzug führt in die oberen Etagen. 20 Mitarbeiter des Jobcenters haben jetzt moderne Arbeitsplätze. Die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit hat sechs Büros angemietet.

Neben dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit verbleiben die Volkshochschule Region Kassel und das Energiemanagement des Landkreises Kassel in dem Gebäude. Außerdem betreut AGiL im Altbauteil der ehemaligen Kleiderfabrik im Auftrag des Landkreises minderjährige Flüchtlinge.

In das Gebäude an der Kurfürstenstraße ist der Verein Region Kassel-Land eingezogen.

Am Montag, 12. Januar, wird es in den neuen Büros des Jobcenters einen Tag der offenen Tür geben.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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