Jörg Schanze ist neuer Büroleiter im Spangenberger Rathaus

+
Ein ganz junger Chef: Jörg Schanze (36) ist der neue Büroleiter des Spangenberger Rathauses. Links Bürgermeister Peter Tigges.

Spangenberg. Schon im Sommer hatte es Bürgermeister Peter Tigges vor diesem Herbst gegruselt. Denn gleich zwei der wichtigsten Mitarbeiter des Spangenberger Rathauses schieden zeitgleich aus dem Dienst der Stadt aus damit war die Gefahr, dass es an vielen Ecken und Enden knirschen würde, groß.

Ordnungsamtsleiter Helmut Rahm ging in die Altersteilzeit (wir berichteten), Büroleiter Dieter Beckmann hatte gekündigt. Noch im August war sich Tigges sicher: "Das wird eine echte Herausforderung", hatte er damals gesagt.

Ein Vierteljahr später scheint die Herausforderung gemeistert: Der bisherige Kassenverwalter Jörg Schanze ist nun der neue Büroleiter und damit der "Dreh- und Angelpunkt" im Spangenberger Rathaus, wie es der Bürgermeister formuliert. "Büroleiter wissen schließlich immer alles und meist sogar auch mehr als der Bürgermeister", sagt Tigges.

Jörg Schanze hört s mit Vergnügen. Der neue Job fühle sich richtig, aber auch wichtig an, sagt er. Vor allem aber ist er ihm nicht fremd: Der 36-Jährige hat über viele Jahre hinweg eng mit der Büroleitung zusammen gearbeitet, er wusste also genau, was da an neuen Aufgaben auf ihn zu kommt.

Schanze ist ein Insider, und das in jeder Hinsicht: Als gebürtiger Spangenberger kennt der Verwaltungsfachwirt die Themen und Probleme der Liebenbachstadt. Auch wenn der Vater zweier Kinder mit seiner Familie mittlerweile in Kaufungen lebt, fühlt er sich mit der Heimatstadt doch noch eng verbunden: "Ich will mich gerne hier einbringen und die Dinge gestalten."

Das Gestalten aber ist schwierig, denn es fehlt in Spangenberg vorne und hinten an Geld, mit dem er kreativ sein könnte: Die Stadt befindet sich unterm Rettungsschirm des Landes Hessen.

Genau da liegt die Herausforderung, die er annehmen möchte: Er will die finanzielle Lage in den Griff bekommen, eben um die Gestaltungsmöglichkeiten zu erweitern. "Ohne Geld können wir auch das politische Ehrenamt nicht stärken und das brauchen wir dringend, wenn wir die Gemeinschaft so stark wie bisher halten wollen", sagt er.

Sein Chef nickt: Genau das traue er seinem neuen Büroleiter zu: "Schanze versteht ja nicht nur sein Handwerk er ist eine echte Koryphäe auf seinem Gebiet", sagt er. Der 36-Jährige sitzt daneben und freut sich übers Kompliment. Das motiviert, die neue Aufgabe anzunehmen und gut zu meistern.

Koryphäe hin oder her so ganz einfach wird sie wohl nicht werden.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

Kommentare