Johannes Stahl wird vom Bundestag in die USA geschickt

Tritt im August einen einjährigen USA-Aufenthalt an: Johannes Stahl aus Gilserberg ist einer von 75 jungen Menschen, die vom Bundestag mit einem Stipendium in die USA geschickt werden. Foto: Göbel

Von Daniel Göbel Moischeid. In den USA studieren und arbeiten - dieser Wunsch geht jetzt für Johannes Stahl aus dem Gilserberger Ortsteil Moischeid in Erfüllung.

Der 22 Jahre alte Bankkaufmann ist einer von insgesamt 75 jungen Menschen, die vom Deutschen Bundestag als Juniorbotschafter mit einem Stipendium in die USA geschickt werden.

Anfang August tritt Stahl die Reise an. Für ein Jahr wird er bei einer Gastfamilie in Dyersburg, Tennessee leben. „Ich freue mich riesig, habe aber auch großen Respekt vor dem Jahr“, erzählte der 22-Jährige im Gespräch mit der HNA.

Weil er politisch interessiert ist und nach politischen Themen auf der Website des Deutschen Bundestages geschaut hat, sei er zufällig auf den Link zum Stipendium gestoßen. „Ich habe mich dann beworben und auch eine Einladung zu einem Vorstellungstest in Bonn bekommen“, erinnert sich Stahl.

Dort mussten in Gruppen Präsentationen zum politischen System Deutschlands erarbeitet werden. Außerdem mussten sich die Teilnehmer einem Englischtest unterziehen, das Allgemeinwissen wurde abgefragt und abschließend stand noch ein Gespräch vor einer Expertenkommission an.

„Nach dem Test hab ich erstmal nichts gehört, bis mich ein Anruf aus der CDU-Geschäftsstelle erreichte“, so Stahl. Dabei erfuhr er, dass er in der Endauswahl stünde. Nach einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert habe er dann tatsächlich die Zusage erhalten.

Zu Ostern fuhr Johannes Stahl dann zu einem Vorbereitungstreffen, wo er den Ablauf seines einjährigen USA-Aufenthalts kennenlernte. Dort wird der Bankkaufmann ein College besuchen, zudem sind die Stipendiaten dazu verpflichtet, ehrenamtliche Arbeit und ein Praktikum zu leisten. Zudem soll er Deutschland und seine Region, den Schwalm-Eder-Kreis, in den Vereinigten Staaten repräsentieren. „Es geht vor allem darum, Menschen zu begegnen, sich auszutauschen, neue Kulturen kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln“, erläutert Stahl.

Besonders freue ihn, dass er durch das Stipendiatenprogramm sehr viel neues lerne, gleichzeitig aber auch anderen Stipendiaten vieles von sich und seiner Heimat berichten kann.

Quelle: HNA

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