Jubelndes Publikum beim Jubiläumskonzert der Fritzlarer Ursulinenschule

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Blumen als Dank: (von links) Barbara Kupfer-Baumert, Friederike Holzer und Eva-Maria Heupts.

Fritzlar. Gloria - Haltet euch an den alten Weg und lebt ein neues Leben! Unter diesem Motto feiert die Ursulinenschule in Fritzlar die Festwoche zum 300-jährigen Bestehen der Schule. Nach einem Festkonzert und dem Pontifikalamt gab es am Mittwochabend ein Jubiläumskonzert.

Hunderte Besucher versammelten sich in der Schulsporthalle und hörten Musik unterschiedlichster Epochen.

Musiklehrerin Eva-Maria Heupts hat sich in den zwöf Jahren, an denen sie in der Schule wirkt, ein großes Orchester aufgebaut, das engagiert und gut geschult zu spielen weiß. Unter ihrem Dirigat gelang das weltliche Programm aus dem Festkonzert, in dem der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, die Ouvertüre zum Barbier von Sevilla von Giacomo Rossini, ein Rock-Medley und Pirates of the Caribbean von Klaus Badelt erklangen, genauso, wie die danach folgende geistliche Musik.

Zur Festwoche hatte sich ein neuer Chor gefunden aus Eltern, Lehrern und ehemaligen Schülern. Er trat nach einer orchestralen Fassung des Hallelujas aus Friedrich Händels „Messias“ auf, und sang a capella Ehre und Preis von Johann Seb. Bach. Geleitet wurde der Chor von Barbara Kupfer-Baumert.

Star des Abends wurde die 18-jährige Schülerin Friederike Holzer, die eine virtuose Interpretation der Revolutionsetüde von Frederic Chopin auf dem Flügel vortrug.

Krönender Abschluss wurde das Gloria von Thomas Gabriel, dass das Motto der Festwoche inhaltlich vertont widergab und extra dafür komponiert wurde. Orchester, Extrachor und die Schulchöre musizieren hier gemeinsam. Gabriel ist ein ehemaliger Studienkollege von Heupts. Die Komposition geht auf die Gegebenheiten der Schulakteure ein: viel Streicherklang, Dreistimmigkeit im Chorsatz, der Chor der Jüngsten von den Klassen fünf bis sieben ist integriert.

Entstanden ist ein fröhliches, modernes, aber doch melodisch eingängiges Werk, das Alt und Neu vereint: Eröffnet durch ein jubelndes „Gloria“, folgt der erste Teil des Textes, in eine Fuge geformt. Der zweite Teil des Textes ist dann voller Rhythmus vertont, mit modernen Melodieformen und jazzigen Elementen. Die begeisterten Zuhörer brachten schon im Konzert mit immer länger anhaltendem Klatschen ihren Dank zum Ausdruck. Nach dem letzten Stück gab es jubelnden, mit stehenden Ovationen dargebrachten Applaus.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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