Frankfurter Rundschau belegte antisemitische Äußerungen

Juden-Hetze im Netz: Weitere Parteien fordern Rücktritt von AfD-Mitglied Klasen

Kreis Kassel/Zierenberg. Nach der Juden-Hetze im Netz durch AfD-Kreistagsmitglied Gottfried Klasen aus Zierenberg werden weitere Konsequenzen gefordert.

Nachdem die Kreistagsfraktionen Kassel FDP, SPD, CDU, Grüne und auch die Jusos Nordhessen den Rücktritt Klasens eingefordert hatten, gibt es jetzt weitere Reaktionen.

Die durch die Frankfurter Rundschau belegten antisemitischen Äußerungen von AfD-Kreistagsmitglied Gottfried Klasen sind nach Überzeugung der Linksfraktion im Kreis Kassel „nicht nur widerlich, sondern absolut intolerabel“. Die Fraktion prüfe derzeit auch strafrechtliche Schritte gegen Klasen. „Er muß sein Mandat sofort niederlegen“, fordern Dres. Stephanie und Christian Knoche von den Linken. Gleiches gelte für den Fraktionschef Florian Kohlweg.

Auch die Freien Wähler im Kreistag Kassel halten die Äußerungen Klasens für nicht tolerierbar und fordern seinen Rücktritt. „Antisemitismus in jeglicher Form hat bei uns keinen Raum, wer die Menschenrechte nicht achtet, wer so gegen Juden hetzt, der hat das Recht verwirkt, weiter als politischer Vertreter im Kreistag zu agieren.“ „Wir erwarten, dass Herr Klasen mit sofortiger Wirkung sein Amt im Kreistag niederlegt. Tut er dies nicht, muss die AFD „Farbe bekennen“ und in der Konsequenz sich umgehend und mit großer Deutlichkeit von den Äußerungen des Herrn Klasen distanzieren und ihn aus der Fraktion ausschließen“, sagte Dr. Bärbel Mlasowsky, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag.

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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