Musikalischer Vortrag mit Deborah Tal-Rüttger und Stephan Schmitt im Rathaus in Ziegenhain

Jüdisches Leben in Deutschland – heute

Schwalm-Eder. Wie sieht jüdisches Leben heute in Deutschland aus? Um dieses Thema geht es bei einem Vortragsabend mit Deborah Tal-Rüttger, Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Emet weSchalom Gudensberg, in Begleitung von Stephan Schmitt am Piano.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 25. November, ab 19 Uhr im Rathaus Ziegenhain in der Wiederholdstraße 24 statt. Mit dem Vortrag wird die Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte und des Museums Trutzhain fortgesetzt.

Bisher stand in Vorträgen, Zeitzeugengesprächen und in der bis zum 5. Dezember im Rathaus Ziegenhain gezeigten Fotoausstellung „Ein Leben aufs neue - Das Robinson-Album“ die Geschichte der jüdischen Heimatlosen im Nachkriegsdeutschland im Mittelpunkt. Jetzt soll der Blick auf das heutige jüdische Leben in Deutschland gelenkt werden. Es waren jüdische Heimatlose, Überlebende des Holocaust, die im Land der Täter einen Neuanfang wagten und jüdische Gemeinden gründeten. So fand der erste jüdische Gottesdienst in Frankfurt bereits am 1. April 1945 statt, und nur wenige Monate später wurde ein provisorischer Gemeindevorstand gewählt.

Heute gibt es in Deutschland mehr als 100 jüdische Gemeinden und Kulturvereine mit über 100 000 Mitgliedern. Und obgleich das Judentum Teil unserer Gesellschaft ist, gibt es doch wenig Kenntnis darüber.

Mit ihrem Vortrag und durch Lieder aus dem jüdischen Gottesdienst und Unterricht wird Deborah Tal-Rüttger einen Einblick in die lebendige jüdische Kultur und Religion geben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule statt. (ula).

Quelle: HNA

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