Jugendarbeit mit Herz

Kreativkurs im Jugendzentrum: Neue Räume werden schon gut angenommen

Kreativ sein ist sinnvoll: Luisa Rhode, Nora Semmler, Olivia Koziol, Eva Krey, Sozialpädagogin Larissa Marquardt, Amina und Adelina Adschijew, Ira Snigur und Jenny Kopzev. Foto: Thiery

Homberg. Kreativ sein, bedeutet sich selbst auszudrücken und sich zu erfahren. Das kann auch beim Malen oder Basteln so sein.

„Das ist sinnvolle Freizeitbeschäftigung", sagte die Jugendpflegerin Larissa Marquardt, die im neuen Jugendzentrum im Davidsweg in Homberg den Kreativkurs in den Osterferien anbot.

Die Jugendlichen seien neugierig und wollen sich das neue Jugendzentzrum (Juz) in Homberg anschauen. Entsprechend gut seien die Angebote besucht, so auch der Kreativkurs, bei dem die Mädchen Taschen und T-Shirts bemalten.

Mit Gleichaltrigen zusammen sein, Chillen und Kickern, das ist für die Mädchen auch ein Grund warum sie ins Juz kommen. „Wir können hier was mit Freunden unternehmen“, sagte Eva Krey aus Hebel. Sie hören Musik, tanzen oder sind einfach im Mädchenraum zusammen. Amina Adschijew war ganz in ihr blaues Herz vertieft, das sie auf die Stofftasche in kleinen Tupfen auftrug. „Sie malt auch gern zu Hause“, verriet ihre Schwester Adelina.

Eigene Ideen umsetzen 

Beim Aussuchen der Motive, dem Malen und Bedrucken kommt man auf andere Ideen, fügte sie an. Die Jugendlichen können ihre ganz eigenen Ideen einbringen und sich eigenständig Motive aussuchen. „Es gibt keine Vorgaben“, sagte Marquardt. Eigentlich sollten an dem Tag Flip-Flops hergestellt werden. Die Mädchen entschieden sich anders.

Die Gruppe traf sich im eigens dafür eingerichteten Raum, Spiele, Farben und Pinsel türmen sich im Schrank.

Larissa Marquardt ist froh, dass jetzt alles an einem Ort ist. Das sei viel praktischer, als an zwei Standorten mit den Jugendlichen zu arbeiten.

Kochen und Fitness 

Die Tage zuvor gab es ein Koch-Event mit Muffins und Pizza und einem Training an den neuen Fitnessgeräten. Eigens für Mädchen werden nun Trainingszeiten angeboten, damit sie unter sich trainieren können. Vier Fitnessgeräte und ein Boxsack prägen den Sportbereich. Die Angebote im neuen Jugendzentrum seien ähnlich wie sonst auch, es gebe die Arbeitsgruppen - Tanzen, Mädels AG, Basteln auch für Kinder, die Holz- und Metallwerkstatt.

„Wir arbeiten mit den Schulen zusammen, damit die Jugendlichen uns noch besser kennenlernen“, sagt die Jugendpflegerin und betont, „Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit.“ (zty)

Quelle: HNA

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