Gemeinde Malsfeld setzt 200 Euro Belohnung aus

Unbekannte spritzen Gülle in Jugendclub

Vandalismus im Jugendclub: Valentin Kriegisch aus Dagobertshausen zeigt das Fenster, durch das die Täter die Gülle gespritzt haben.

Dagobertshausen. Unbekannte haben Gülle durch gekippte Fenster in den Jugendclub von Dagobertshausen gespritzt. Das teilte die Gemeinde Malsfeld jetzt mit.

Aktualisiert um 17.22 Uhr

Auch die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich bereits am Samstag zwischen 17 und 19.15 Uhr ereignet hat. Die Suche nach den Verursachern laufe noch, berichtet Polizeisprecher Markus Brettschneider. Der Schaden ist glücklicherweise eher gering, da sich die Jugendlichen mit gebrauchten Möbeln beholfen haben. Den Schaden beziffert die Polizei mit mindestens 100 Euro. Verschmutzt wurden ein Sofa, ein Sessel, einige Barhocker sowie die Fensterrahmen. Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel sagt: „Das ist nicht nur ein übler Scherz, das riecht auch übel.“ „Das ist einfach inakzeptabel.“

Er habe keinerlei Verständnis für so etwas und deshalb habe sich die Gemeinde als Eigentümerin der Hütte am Montag entschlossen, Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. Die Gemeinde Malsfeld hat eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt, für Hinweise, die zur Überführung des Verursachers führen. „Der Anschlag ist einfach inakzeptabel. Das darf nicht unter den Teppich gekehrt werden“, sagt Vaupel. Der Bürgermeister berichtet, dass am Nachmittag vor der Tat Eltern und Jugendliche noch einen Herbstputz rund um den Bolzplatz und im Club gemacht hätten.

„Wir haben am Samstag alles aufgeräumt“, bestätigt Matthias Kriegisch. Der 50-Jährige wohnt in der Nachbarschaft und verwaltet den Schlüssel. Seine Söhne nutzen den Jugendclub seit Jahren. Sein jüngerer Sohn, der 16-jährige Valentin und dessen Bekannter Hannes, waren am Samstag mit ihm gegen 19.15 Uhr im Jugendclub, um nur kurz die Fenster zu schließen. „Die hatten wir nach dem Aufräumen gegen 17 Uhr auf Kipp gelassen, um mal gründlich durchzulüften“, sagt Matthias Kriegisch. Da sei ihnen in der dämmrigen Beleuchtung aber nichts aufgefallen. Allerdings hätte ihre Kleidung unangenehm gerochen. „Das hat uns keine Ruhe gelassen. Wir sind dann nochmal hin“, erinnert sich der Familienvater. Dann habe man die Sauerei entdeckt. Alles sei voller Fäkalien gewesen. Die Polizei wollte den Tatort unberührt untersuchen und habe am Dienstag Spuren gesichert. Die Möbel seien mittlerweile rausgeschmissen und am Wochenende müsse der Jugendclub sehr gründlich gereinigt werden.

Einen Verdacht habe man nicht. Der Club werde zwar auch von auswärtigen Jugendlichen genutzt, aber man habe mit allen einen sehr freundschaftlichen Umgang. Er hoffe, dass die Ermittlungen ein Ergebnis brächten.

Den selbstverwalteten Jugendclub der Gemeinde in Dagobertshausen gibt es seit sechs Jahren. (ddd/kam)

• Hinweise: Polizei Melsungen, Tel. 05661/70890, Gemeinde Malsfeld, per E-Mail an info@malsfeld.eu, Tel. 05661/500270

Quelle: HNA

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