Jugendliche gestalten Wolfhager Parkhaus mit Graffiti neu

Das wird bunt: Die Kinder mit den Graffiti-Profis beim Workshop im Parkhaus. Fotos:  Wüllner

Wolfhagen. Ihre Energie ist kaum zu bändigen: 17 Mädchen und Jungen sind voller Ehrgeiz beim Graffiti-Workshop in der Wolfhager Torstraße am Werk. Dort verpassen sie innerhalb von fünf Tagen dem farblosen Parkhaus ein neues Gesicht. Begleitet werden sie dabei von Sebastian und Patrick vom Unity-Shop und Cluster e. V. Kassel.

Das ist ein Zusammenschluss von Street-Art-Künstlern. Beide sind seit 15 Jahren professionell dabei. Veranstaltet wird der Workshop von der Jugendpflege der Stadt Wolfhagen in Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Wilhelm-Filchner-Schule und der Volkshochschule Kassel.

Jedes Kind malt zunächst mal ein Hauptmotiv auf ein Plakat, bevor das als Bild an die Parkhausfläche kommt. Daraus entsteht dann das Gesamtkunstwerk. „Das Projekt entwickelt sich beim Sprühen“, sagte Sebastian. Am ersten Tag haben die beiden Betreuer zunächst etwas über Graffiti erzählt, über die Entstehung und Entwicklung und auch über das, was man darf und was nicht. Rechtliche Regeln gehören einfach dazu.

Am zweiten Tag wurde der Buchstabenaufbau an verschiedenen Beispielen geübt. Dann lernten die Kinder die Spraydosen kennen. Zur Vorbereitung wurden die Wände im Parkhaus grundiert. Und jetzt wird gesprüht, was das Zeug hält. Dabei wurde aber estmal getestet, wie dick der Strahl auf der Wand erscheint, das ist nämlich je nach Distanz sehr unterschiedlich. Verpflegt wurden die jungen Künstler vom Team der Jugendarbeit der Stadt Wolfhagen. Frank Mahlich legte leckere Würstchen auf den Grill und sorgte für gute Grundlagen zur Graffiti-Arbeit.

Die Sprayfarben sind auf Wasserbasis produziert worden und die Kinder tragen während des Sprühens Schutzmasken. Die Poster mit den Hauptmotiven dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen.

Wer das fertige Kunstwerk sehen will, ist eingeladen, am Samstag, 3. September, ab 14 Uhr zur Präsentation ins Parkhaus zu kommen. Mit Hip-Hop-Jam soll das Fest gefeiert werden.

Von Monika Wüllner

Quelle: HNA

Kommentare