Verfahren gegen 21-Jährigen vorläufig eingestellt

Jugendlicher brachte Kumpel zum Dealer

Treysa. Wegen Beihilfe zum unerlaubten Erwerb von Betäubungsmitteln musste sich ein 21-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten.

Ihm wurde vorgeworfen, 2009 in fünf Fällen einen Bekannten zu einem Drogendealer im Altkreis Ziegenhain gefahren zu haben. Für seine Fahrdienste erhielt der Angeklagte zwischen 20 und 25 Euro und 1,5 Gramm Haschisch. Zudem soll der Angeklagte im vergangenen Jahr für seinen Bekannten und weitere Personen Marihuana beschafft und ihnen ein Gramm abgekauft haben. Der Bekannte und zwei weitere Männer werden gerichtlich gesondert verfolgt.

„Es war eigentlich so, wie es hier gesagt wurde“, sagte der 21-Jährige vor Gericht. Er gab zu, seinen Bekannten zwecks Drogenbeschaffung gefahren zu haben. Was den Vorwurf von 2010 betreffe, so hätten sein Bekannter und die anderen Männer zusammengelegt, damit er die Drogen habe besorgen können. Auch gab er zu, seinem Bekannten für zehn Euro ein Gramm Marihuana abgekauft zu haben.

Zum Drogendealer, von dem er nur den Decknamen kenne, machte der Angeklagte keine näheren Angaben. Das Geschäft habe auf einem Sportplatz stattgefunden.

Hinsichtlich seiner Kontakte zum Drogenmilieu und seines Drogenkonsums beteuerte der Angeklagte vor Gericht: „Das hat vor fünf Monaten aufgehört.“ Er habe jetzt Arbeit, für die er einen Drogentest habe machen müssen, eine Freundin und einen neuen Freundeskreis, erklärte er.

Das Verfahren gegen den 21-Jährigen wurde vorläufig eingestellt. Gegen ihn wurde eine Geldbuße von 1000 Euro verhängt. Zudem muss er an einem Drogenseminar teilnehmen. (zhk)

Quelle: HNA

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