Polizei stellte 14-Jährigen mit Gasdruckpistole

Jugendlicher brachte Waffe mit in die Schule

Homberg. Die Polizei nahm einen 14-Jährigen aus dem Landkreis vorübergehend fest, der eine Gasdruckwaffe mit in die Homberger Erich-Kästner-Schule (EKS) gebracht hatte. Die Waffe sei aber weder durchgeladen noch mit Munition bestückt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Junge hatte sie nach Angaben der Polizei am Mittwoch vor Unterrichtsbeginn Mitschülern am Busbahnhof gezeigt, die daraufhin die Polizei informierten. Die reagierte sofort: Zwei Beamte in Zivil, unterstützt von Kollegen der Polizeistation, hätten den Jungen umgehend im Unterricht aufgesucht und die Waffe sichergestellt. „Wir nehmen solche Hinweise sehr ernst: Bei Gefahr in Schulen reagieren wir schnell und entschieden“, sagte Brettschneider auf Anfrage unserer Zeitung.  

Es handele sich um eine Schreckschusswaffe, bei der jedoch keine Geschosse durch einen Lauf getrieben, sondern Tränengaspatronen abgeschossen werden. Dabei sei durchaus eine Verletzungsgefahr gegeben. Zudem sehe sie einer echten Waffe täuschend ähnlich und könne damit auch eine Panik auslösen, erklärte die Polizei.

Es gebe für alle Schulen im Landkreis maßgeschneiderte Krisenkonzepte, sagte Waltraud Credé, Leiterin des Schulamts in Fritzlar: Sie geben einen genau definierten Ablaufplan vor. In der EKS habe man sich sehr professionell verhalten, sagte Credé: „Niemand hat in dieser Situation den Kopf verloren.“

Lehrer und Schüler seien sehr betroffen, sagte Jürgen Werner, stellvertretender Schulleiter, auf unsere Anfrage. Immerhin sei es das erste Mal gewesen, dass sich ein solcher Vorfall in der Schule ereignet habe: „Gewalt ist bei uns kein Thema.“ Der Schüler sei nun auf unbestimmte Zeit vom Unterricht suspendiert.

Die Polizei hat Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den Jungen erstattet.

Quelle: HNA

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