Haupt- und Finanzausschuss

Jugendtreff Haspel soll 15 000 Euro zusätzlich erhalten

Das Angebot für Jugendliche in Melsungen soll stärker gefördert werden: Diesem Antrag der FWG-Fraktion stimmte auch der Haupt- und Finanzausschuss zu. Foto: Archiv

Melsungen. Der Melsunger Jugendtreff Haspel soll von der Stadt mehr Geld erhalten als im Entwurf des Haushaltsplanes 2015 vorgesehen.

Ein entsprechender Antrag der FWG-Fraktion wurde im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung einstimmig bei Enthaltung der CDU beschlossen.

Allerdings mit einem Kompromiss. Nicht die beantragten 30 000, sondern 15 000 Euro mehr soll die Haspel erhalten. Über den Haushalt beraten die Stadtverordneten am kommenden Mittwoch, 18. Februar ab 19 Uhr.

Für die Haspel waren ursprünglich 250 000 Euro beantragt worden. Im Etatentwurf stehen 220 000 Euro. Für die FWG beantragte Martin Gille, diesen Betrag für dieses Jahr um 30 000 Euro aufzustocken. „Das ist ungeheuer wichtig, das Geld kommt punktgenau den Jugendlichen zu”, sagte Gille. Der Melsunger Jugendtreff Haspel leiste seit Jahrzehnten eine hervorragende Arbeit. Gille: „Ohne das ehrenamtliche Engagement des Vorstandes und die hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gäbe es keine beispielhafte Integrationskultur in unserer Stadt.”

Es sei zu einem großen Teil der Arbeit der Haspel zu verdanken, dass es in Melsungen nicht zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft komme.

Gille machte auch einen Deckungsvorschlag. Im Haushalt 2013 war nach seinen Angaben eine Summe von 50 000 Euro für die Asphaltierung des Wanderweges vom Höhenweg zur Martin-Greiling-Hütte vorgesehen. Die Arbeiten seien nicht ausgeführt und auch völlig unnötig.

Dieses Geld steht aber nicht mehr im Haushalt, wie sich während der von Volker Wagner geleiteten Sitzung ergab. „Ich bin dabei”, sagte Bürgermeister Marcus Boucsein zum Thema Unterstützung der Haspel: „Im Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen kämpfen wir gemeinsam für den Jugendtreff Haspel und seine Projekte.” Als sich jedoch im Verlauf der Diskussion herausstellte, dass es nicht möglich ist, die Summe um 30 000 Euro aufzustocken, machte Gille einen Kompromissvorschlag: Bei einem Haushalts-Gesamtvolumen von über 28 Millionen Euro müsse es möglich sein, 15 000 Euro „herauszuquetschen”. Die restlichen 15 000 Euro müssten dann anders finanziert werden.

Die Beratungen ergaben: 7000 Euro stehen bereit - 3000 Euro aus der Verschönerung der Haltestelle Bartenwetzerbrücke und 4000 Euro aus dem Titel Ausschilderung und Markierung von Wanderwegen. Für die noch fehlenden 8000 Euro erhofft man sich nun noch Vorschläge der Verwaltung.

Von Manfred Schake

Quelle: HNA

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