Jugendwerkstatt Felsberg bietet Auslandspraktikum für Arbeitslose

Pioniere: Robin Clobes, Betreuer Eberhard Zutt, Alissa Baudy, Thomas Eckhardt und Christoph Nuxoll (von links) sowie Süleyman Öndes (nicht auf dem Foto) waren die ersten, die im Rahmen des berqa-Projektes zum Berufspraktikum in Polen waren. Foto: Kamisli

Felsberg. Christoph Nuxoll hätte der Chef der polnischen Lederwarenfabrik am liebsten behalten und darauf ist der 24-Jährige sichtlich stolz.

Er, Robin Clobes, Thomas Eckhardt, Alissa Baudy und Süleyman Öndes sind die ersten, die über das Projekt berufliche Qualifizierung im Ausland (berqa) der Jugendwerkstatt Felsberg zum Berufspraktikum im polnischen Kalisz waren. Der Auslandsaufenthalt soll die Chancen der Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Wer am Projekt teilnehmen kann

Die Jugendwerkstatt Felsberg bietet im Rahmen des berqa-Projektes (berqa - berufliche Qualifizierung im Ausland) gehandicapten Arbeitslosen jeden Alters sowie gehandicapten Schulabgängern, die einen Ausbildungsplatz suchen, die Möglichkeit durch ein Berufspraktikum im Ausland (Polen und Frankreich) ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Das Projekt läuft noch bis 2014. Ein Einstieg ist mehrmals im Jahr möglich. Finanziert wird die Teilnahme am berqa-Projekt über das Programm „IdA - Integration durch Austausch“.

Wer sich für eine Teilnahme interessiert, bekommt in der Jugendwerkstatt weitere Informationen bei Michael Wilhelm, Tel. 05662/9497- 77, info@jugendwerkstatt-felsberg.de

Doch die jungen Menschen haben nicht nur einen Einblick in die Berufswelt im Nachbarland bekommen. „Man lernt auch seine Stärken wieder kennen“, sagt die 24-jährige Alissa Baudy. Die gelernte Büroassistentin hat während des Praktikums in einem Büro gearbeitet. „Meine Aufgabe war es, Daten in den PC zu übertragen“, sagt sie. Das sei wegen der Sprachbarriere nicht ganz einfach gewesen. Dass sie es trotzdem geschafft hat, darauf ist die junge Frau stolz.

Gutes Gefühl

Auch Thomas Eckhardt sagt: „Es ist ein gutes Gefühl, eine Sache von Anfang bis Ende durchgezogen zu haben.“ Das sei nicht einfach, wenn man wie er lange nicht im Berufsleben gestanden habe. In seinem Praktikumsbetrieb - einer Bäckerei - haben den Melsunger die Herzlichkeit und die Fröhlichkeit der polnischen Kollegen begeistert. Und auch für die Betreuer der Felsberger Jugendwerkstatt hat er viel Lob übrig: „Sie zeigen uns die Tür, durchgehen müssen wir allein.“

Mehr darüber morgen in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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