Jugendwerkstatt: Kein Geld für neue Azubis ab 2011

10 000 Euro von E.on für die Jugendwerkstatt: von links Landrat Frank-Martin Neupärtl, Rita Eberle, Jutta Inauen und Angelika Horstkotte-Pausch, E.on-Vorstandschef Dr. Henrich Wilckens und Kuratoriumsvositzender Landrat Dr. Robert Fischbach (Marburg)   Foto:  Dilling

Felsberg. Jugendliche, die noch einen Ausbildungsvertrag bei der Jugendwerkstatt Felsberg haben, können ihre Ausbildung beenden. Doch ab kommenden Jahr werden keine neuen Azubis mehr eingestellt. Der Grund: Die Jugendwerkstatt erhält wie auch andere Jugendberufshilfeträger kein Geld mehr.

„Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung werden kaskadenartig über das Land und den Kreis an uns weitergegeben“, sagt Jutta Inauen von der Jugendwerkstatt. Das Aus der Förderung trifft insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund – von einst über 35 Plätzen gibt es aktuell 14, ab 2011 keinen mehr – und junge Langzeitarbeitslose.

Gute Bilanz

Dabei konnte die Jugendwerkstatt in der Vergangenheit stets eine gute Bilanz ziehen: Im Herbst dieses Jahres haben 19 von 21 Azubis ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, 15 von ihnen haben gleich auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß gefasst, heißt es im Jahresbericht.

In der Berufsvorbereitung haben von 37 Teilnehmern im Laufe dieses Jahres 15 eine Ausbildung begonnen, fünf gehen wieder zur Schule, zwölf brauchen noch ein weiteres Jahr Unterstützung.

Neben zahlreichen anderen Programmen gibt es auch das namens BoP, berufsorientierende Praxis. Dabei können Schüler zwei Wochen lang ausprobieren, welcher Beruf für sie der passende sein könnte.

Knapp 300 Jungen und Mädchen aus Haupt-, Real- und Förderschulklassen hatten vier Berufsfelder zur Auswahl. Zwölf Schulen aus der Region nutzen dieses Angebot der Jugendwerkstatt. Laut Jutta Inauen hat etwa die Hälfte aller Hauptschüler nach dem Ende der Schule einen besonderen Förderbedarf. Dieses erfolgreiche Projekt des Vereins ist jetzt mit einem Preisgeld von 10 000 Euro von der Stiftung des Energieversorgers E.on Mitte belohnt worden. Die Jugendwerkstatt bekam das zweihöchste Preisgeld überhaupt. Den ersten Preis sicherte sich die Volkssternwarte Marburg mit 15 000 Euro. (bmn/pdi)

Quelle: HNA

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