Julia Hankel war beim Sieg in Brasilien hautnah dabei

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Hat auch ihre brasilianischen Freunde überzeugt Deutschland anzufeuern: Julia Hankel und ihre Freundinnen in der Arena Pernambuco in Recife. 

Wolfhagen/Recife. Auch eine schwere Erkältung konnte Julia Hankel nicht davon abhalten ins Stadion nach Recife zu fahren, um das Fußballspiel Deutschland gegen USA zu sehen.

„Das wollte ich auf keinen Fall verpassen", erklärt die gebürtige Wolfhagerin, die vor kurzem ihr Studium abgeschlossen hat und seit einem Monat als Tierärztin in Recife arbeitet.

Das Stadium liegt etwas außerhalb im Vorort São Lourenço da Mata. „Von meinem Viertel aus waren es doch noch einmal knapp zwei Stunden“, sagt Hankel. Sie und ihre Freunde sind mit der Metro gefahren. „Das war definitiv die beste Entscheidung. Freunde haben mir erzählt, dass aufgrund des Wetters die Straßen teilweise überflutet waren und sie nur durchgekommen sind, weil sie einen Geländewagen hatten.“

„Es war ein einmaliges Erlebnis, nur ein paar mehr Tore hätte ich mir gewünscht.“

Am Ende des Weges musste noch etwa ein Kilometer zu Fuß durch den Matsch zurückgelegt werden. Trotzdem sei die Stimmung fantastisch gewesen und die Organisation habe gut funktioniert, auch dank der vielen Helfer.

Auch die Fans hat das Unwetter nicht abgehalten, „das Stadium war voll besetzt“. Zur Hälfte seien es Fans der Deutschen gewesen und zur Hälfte die der Amerikaner. „Die Brasilianer, die da waren, haben aber hauptsächlich die Deutschen angefeuert“, sagt Hankel. „Viele haben deutsche Vorfahren und sie mögen natürlich guten Fußball“. Von Protesten gegen die WM habe sie wenig mitbekommen, im Vorfeld seien die Brasilianer aber doch sehr angespannt gewesen. Hankel: „Aber mit Beginn der WM haben sich alle Brasilianer vom WM-Fieber anstecken lassen.“

Hankel selbst ist eigentlich kein großer Fußballfan, „aber bei der WM bin ich immer mit dabei.“ Die 26-Jährige war begeistert von der Stimmung im brasilianischen Stadium, „es gab ganz wenige Chaoten, alle waren fröhlich, alle haben gefeiert“. Es sei ein einmaliges Erlebnis gewesen. „Nur ein paar mehr Tore hätte ich mir gewünscht. Auch gerne von den USA, solange Deutschland immer eins mehr schießt.“

Quelle: HNA

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