Künstlerin trat mit Band im Wolfhager Kulturladen auf und begeisterte die Gäste

Julia Neigel einzigartig

Großartig: Julia Neigel stand am Donnerstag mit ihrer Band beim Winterfestival in Wolfhagen auf der Bühne des Kulturladens. Sie begeisterte das Publikum mit ihren Songs aus „Samt und Seide“. Foto:  Eberlein

Wolfhagen. Sogar aus Frankfurt kamen die Zuschauer angereist, um Julia Neigel im Kulturladen Wolfhagen zu sehen. Die Musikerin trat mit kleiner Band am Donnerstag beim Winterfestival auf. „Samt und Seide“ heißt ihr neues Programm, das sie dem Publikum präsentierte.

2007 war die Musikerin das letzte Mal in Wolfhagen zu Gast. Einige der Anwesenden am Donnerstag hatten schon dieses Konzert von Neigel gesehen und freuten sich auf den erneuten Auftritt der Sängerin mit der angerauhten Altstimme. Die startete ihr Konzert mit dem Lied „Ich bin da“ und zeigte dem Publikum, warum ihr neues Programm so heißt, wie es heißt, denn eben genauso, wie Samt und Seide war ihre Stimme den Abend über, sanft aber kraftvoll, weich und doch nachdrücklich.

Auch eigene Songs

Sie sang im gut gefüllten Kulturladen, begleitet von Joerg Dudys an der Gitarre und Simon Nichols am Keyboard, einige Lieder anderer Musikkollegen, zum Beispiel von Peter Maffay, und ihre eigenen Songs. Für Peter Maffay hat Julia Neigel mehrere Texte geschrieben, so unter anderem für die Hits, „Freiheit, die ich meine“ und „Gib die Liebe nicht auf“.

Freiheit und Liebe

Um Freiheit und Liebe, aber auch um Sehnsucht, Trennung und Phantasie ging es in den Texten der Stücke, die zum Programm im Wolfhager Kulturladen gehörten. Liebeslieder, die Lust machten auf Schmusen und aufs Tanzen. Beides taten die Fans am Donnerstagabend. Auch Mitklatschen und Mitsingen war ausdrücklich erwünscht. Die charmante Künstlerin auf der Bühne kommunizierte während ihres Auftritts ständig mit den Personen auf den Sitzplätzen.

Freundschaften und Projekte

Sie plauderte ein wenig über Wolfhagen, erzählte von ihren Freundschaften und Projekten mit anderen Musikern und berichtete von den Entstehungsgeschichten einiger ihrer Stücke. Gemeinsam mit dem Publikum sang sie Lieder von Marlene Dietrich und Hildegard Knef und schließlich auch ihren eignen großen Hit „Schatten an der Wand“ aus den späten 1980er-Jahren. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Musikerin bekam dabei Gänsehaut.

Viel Applaus am Ende

Das ganze Konzert war ein harmonisches Miteinander aller. Viel begeisterten Applaus gab es am Ende des Programms und laute Rufe nach einer Zugabe. Die trug Julia Neigel im schnell geänderten Outfit – zuvor stand sie in Schwarz auf der Bühne, einem neongelben, langen Kleid – vor. Doch vollkommen gleichgültig ob schwarz oder gelb, Julia Neigel war in Wolfhagen fast drei Stunden lang großartig, unverwechselbar und einzigartig.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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