Warum ein junger Mann aus Böddiger die Feuerwehr mag – Freiwilliges Soziales Jahr

Julian wählt die 1-1-2

Kennt sich mit den Gerätschaften aus: Während des Sozialen Jahres muss Julian Schanze (19) auch mithelfen, die Geräte nach Einsätzen und Übungen zu warten und zu pflegen. Foto: Rissmann

Homberg. Tischtennis, Handball, Schützenverein – viele Freizeitaktivitäten hatte Julian Schanze (19) bereits ausprobiert. „Es war aber nie das Richtige dabei“. Bis zu dem Tag, er war gerade 15 Jahre alt, als einer seiner Freunde ihn mit zur Feuerwehr nahm. „Da fühlte ich mich gleich wohl, und da bin ich hängen geblieben – beim Besten eben.“

Seitdem spielt die Feuerwehr eine große Rolle in seinem Lebe und bestimmt seine Freizeit. Nun soll es auch beruflich in diese Richtung gehen. „Nach dem Abi habe ich mir überlegt, ob das wirklich das Richtige für mich ist“, sagt er. Um das noch einmal zu überprüfen, nutzte er die Gelegenheit und bewarb sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Brandschutzamt des Schwalm-Eder-Kreises.

Es macht einfach riesigen Spaß, anderen etwas beizubringen.“

Julian Schanze

Anfang September wurde es ernst für den 19-Jährigen aus Felsberg-Böddiger. Er ist der Erste, der so ein FSJ in Homberg macht und ist begeistert: „Ich kann hier die Strukturen und die Organisation der Feuerwehr kennenlernen.“ So bekommt er unter anderem Einblick in die Gerätepflege, die ein Feuerwehrmann oft nicht mitbekommt: Nach einem Einsatz werden benutzte Atemschutzgeräte zum Reinigen abgegeben und dafür Gewartete mitgenommen. „Ich kann nun auch bei der Pflege und Wartung mithelfen – das ist wie ein Blick hinter die Kulissen“, sagt er.

Besonders gereizt hatte Julian Schanze, dass er bei den Projekten Brandschutzerziehung und „Menschen helfen Menschen“ mitmachen kann. Er geht mit in Kindergärten und Schulen, um über Gefahren und richtiges Verhalten im Brandfall aufzuklären und um den Schülern die Arbeit der Feuerwehr schmackhaft zu machen. Für Julian ist das kein Problem, denn im Umgang mit Jugendlichen ist er als Jugendwart der Feuerwehr Böddiger geübt. „Es macht einfach riesigen Spaß, anderen etwas beizubringen“, sagt der junge Mann.

Das Freiwillige Soziale Jahr sollte ihm zur Orientierung dienen und hat bereits seinen Zweck erfüllt: „In der Einführungswoche wurde die Werksfeuerwehr von Fraport vorgestellt, und jetzt bin ich mir sicher, dass ich da gerne eine Ausbildung machen möchte.“ Artikel unten Hintergrund

Von Diana Rissmann

Quelle: HNA

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