Carsten Simon (31) aus Schlüchtern tritt seine erste Pfarrstelle in der Schwalm an

Jung und Alt im Blick

Wurde am Reformationstag der Gemeinde vorgestellt: Pfarrer Carsten Simon freut sich auf die Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand. Foto: Rose

Wasenberg. Noch ist das Wasenberger Pfarrhaus eine Baustelle: In den Räumen wird gewerkelt, neues Parkett verlegt, die Wände gestrichen. Erst in einigen Wochen wird Carsten Simon einziehen können: Und doch fasst der 31-Jährige als neuer Pfarrer nach und nach in Wasenberg Fuß. Für Carsten Simon ist es die erste Pfarrstelle: Erst im Oktober wurde er in Gersfeld ordiniert. Sein Vikariat absolvierte der gebürtige Schlüchterner in Raboldshausen. Zuvor studierte er Theologie in Marburg, Zürich, Leipzig und Frankfurt.

Wasenberg ist eine von Simons Wunschgemeinden gewesen: „In der Stellenbeschreibung wurde deutlich, dass es sich um eine sehr lebendige und engagierte Gemeinde handelt.“ Auch, dass acht Stunden Religionsunterricht vorgesehen sind, reizt ihn. Der 31-Jährige, der selbst auf dem Land aufwuchs, erklärt: „Ich mag das Land und seine Bewohner.“

In Wasenberg habe man ihn herzlich empfangen und ihm Unterstützung und Hilfe angeboten. Dafür ist der 31-Jährige dankbar: „Ich muss mich natürlich erstmal in die Strukturen einfinden.“ Denn im gerade im soeben angebrochenen Gedenkmonat November kommt einiges auf den neuen Pfarrer zu.

Da sind die Tipps der Küsterin wertvoll. Im Vorbeigehen erklärt sie Carsten Simon, dass es am Volkstrauertag Andacht am Ehrenmal ist. Der 31-Jährige hört aufmerksam zu. „Ich hab den anderen Pfarrern geholfen, da helf ich auch Ihnen“, sagt sie.

Auch die Mitglieder des Kirchenvorstandes und die Leiter der Gemeindegruppen hat Carsten Simon schon kennengelernt. Sein erstes Fazit: „Ich bin zwar der Pfarrer, sehe mich aber als Teamspieler und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Besonders wichtig sei ihm die Konfirmanden- und Seniorenarbeit, natürlich aber auch Besuche oder schöne Traditionen wie das Hausabendmahl. „Das sind Pfeiler, die mir am Herzen liegen.“

Eine Herausforderung sei die Jugendarbeit. „Ich würde mir wünschen, dass sich in Zukunft auch wieder mit der politischen Gemeinde ein Weg finden lässt“, sagt Simon. Sein erster Eindruck von den Schwälmern ist durchweg positiv: „Konservativ, aber aufgeschlossen und herzlich.“ Jetzt freue er sich darauf, direkt mit der Konfirmandengruppe in die Arbeit einsteigen zu können.

In seiner Freizeit joggt Carsten Simon gern durch die Lande, auch für Literatur – „nicht nur theologische“ – kann er sich begeistern. Der 31-Jährige ist ledig und wird voraussichtlich Mitte Dezember ins Pfarrhaus einziehen. In der Übergangszeit bewohnt er eine Ferienwohnung.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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