Bestandsrettung: Angler setzen 2000 Jungaale in der Schwalm aus

Fischbesatz aus dem Eimer: Vorsichtig lässt Gewässerwart Mainhard Kühne den Aalnachwuchs in die Tiefen der Schwalm schlängelnd entschwinden. Foto: Privat

Borken. 2000 junge Aale hat der Sportanglerverein Borken in die Schwalm ausgesetzt. Der Besatz mit Fischnachwuchs sei von Bedeutung, um die Bestände zu erhalten, sagt der stellvertretende Vereinschef Torsten Kurzrock.

Außerdem gehöre dies zu den regelmäßigen Hege- und Pflegearbeiten ihrer Fischgewässer. Die Aale beispielsweise stammen aus einer Fischzuchtanstalt in Bremen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Thorsten Kurzrock hatte sie mit seinem Auto in vier mit Wasser gefüllten Plastiksäcken wohlbehalten an die Schwalm gebracht.

Die Jungaale sind mit ihren neun Monaten schon zu stattlichen Exemplaren mit einem Gewicht von etwa 60 Gramm und einer Länge von zehn bis 15 Zentimetern herangewachsen. Immerhin braucht ein Jungaal fünf bis sechs Jahre, ehe er von den Anglern gefischt werden darf. Das Mindestmaß beträgt 40 Zentimeter. Nach Aussage des Verbandes Hessischer Fischer ist der europäischen Aal in seinem Bestand arg gefährdet. Die Ursache des Aalschwundes sieht man in dem Verbau der Flüsse sowie in der zunehmenden Anzahl der Wasserkraftanlagen. Sie erschweren das Abwandern der laichreifen Aale zu ihren Laichplätzen in den Ozeanen. Die Borkener Sportfischer gehen mit ihrem Aalbesatz mit Bedacht vor. „Wir setzen die Jungaale nur in fließende Gewässern aus. In unseren stehenden Gewässern räumen sie nämlich ganz schön unter der Fischbrut auf“, erklärte der stellvertretende Vereinschef Kurzrock.

Nicht nur mit Aalen, auch mit dem Einsetzen von Forellen, Zander, Karpfen und diversen Weißfischen sichert und verbessert der Angelsportverein Borken den Fischbestand in seinen Vereinsgewässern. (zgt)

Quelle: HNA

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