Tischler-Lehrlinge der Reichspräsident Friedrich-Ebert-Schule bauten ein Lego-Spielmöbel für die Stellberg-Grundschüler

Junge Baumeister im Doppelpack

Kreative Baumeister: Homberger Berufsschüler des Fachbereichs Holztechnik fertigten einen Spieltisch für die jungen Lego-Konstrukteure der Stellbergschule. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Die Homberger Stellberg-Grundschüler können in der Nachmittagsbetreuung künftig ihrer Kreativität noch mehr (Spiel-)Raum lassen: Ein neuer Lego-Spieltisch bietet den jungen Pennälern viele Möglichkeiten, sich als Baumeister zu betätigen. Ob Häuser, Menschen, Tiere, Autos, Eisenbahnen, Flugzeuge oder gar Raumschiffe: Louis, Dan, Rico, Jana und ihre Kameraden haben jede Menge Ideen, was am neuen Spieltisch aus den bunten Kunststoffklötzchen so alles entstehen soll.

Dass die Nachwuchs-Konstrukteure unter optimalen Bedingungen ans Werk gehen können, dafür sorgten die Tischler-Lehrlinge der Homberger Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule.

Ein Möbel-Unikat

Im Auftrag der Stellbergschule bauten die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres das stabile Möbel-Unikat aus Erle-Vollholz, Birkenplatten und Multiplex passgenau für die Grundschüler. Der quadratische Korpus in Schrankform enthält als Stauraum zahlreiche herausnehmbare Schubladen sowie ein Türfach. Den größten Spielwert garantiert die raffiniert konstruierte Oberfläche: Sie integriert eine Lego-Basisbauplatte mit darunter liegendem Hohlraum als weitere Ablage für Lego-Elemente. Die beim Spielen benötigten Bausteine wiederum befinden sich in einer umlaufenden Rinne und sind so stets griffbereit.

Bei der Umsetzung des Projektes standen die Lehrer Matthias Rohwer und Frank Lindekamm den Berufsschülern in Theorie und Praxis zur Seite. Dabei erstreckten sich die Arbeitsschritte von einem ersten skizzierten Rohentwurf bis hin zur Fertigung in Handarbeit an der Werkbank sowie auch mittels moderner CNC-Technik. Das Lernen am Auftrag verknüpfe theoretische Unterrichtsinhalte unmittelbar mit der Praxis, beteuerten die Berufsschullehrer. Dabei gehe es – nicht zuletzt in Anbetracht einer erfolgreichen späteren Berufstätigkeit – stets darum, Kundenaufträge verantwortungsbewusst und fachgerecht auszuführen. Das handlungs- und auftragsorientierte Lernen ist Grundlage eines eigenen Firmenprojektes der Berufsschule, dem European Games Pool.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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