Junge Piloten auf der Piste: Schnuppertag des Motorclubs

Vor dem Start: Lea Rudolph mit Trainerin Karin Lindner (rechts) posieren für die Kamera, bevor es auf die Piste geht. Foto: Becker

Ostheim. Verschmitzt lächelt Lea Rudolph auf ihrem Quad, mit dem sie gerade ein paar Runden auf einem holprigen Gelände dreht. Die Leidenschaft war ihr im Gesicht abzulesen. Schließlich durfte die tollkühne Pilotin am Samstagmorgen beim Schnuppertag des Motorsportclubs Melsungen zum ersten Mal das kleine Quad gegen das große tauschen.

Zuvor fuhr sie immer auf einem kleineren, das an ihr Alter angepasst war. Denn nicht nur blutige Anfänger, sondern auch etwas erfahrenere Kinder wie Lea Rudolph ließen es sich nicht nehmen, ihr Wissen über den Motorsport aufzufrischen oder gar zu vertiefen.

Doch bevor es auf dem Übungsgelände des ADAC zur Sache kommen konnte, mussten erst einmal die Grundvoraussetzungen für ein einwandfreies und sicheres Fahren geschaffen werden. Es hatte den Anschein, als bereiteten sich die 15 Kinder auf ein Fußball- oder Handballspiel vor. Dehnübungen und ein lockerer Lauf standen bei dichten Nebel auf dem Trainingsplan von Coach Karin Lindner.

In Wahrheit war dies aber das A und O, um beim Schnuppertag des Motorsportclubs Melsungen mitmachen zu dürfen, bevor es auf die Quads gehen durfte: „Ohne richtiges Aufwärmen geht nichts beim Motorsport“, erklärte Lindner ihren Schützlingen.

Das bestätigte auch der Vorsitzende Franz Pickenhahn: „Motorsport geht ganz schön in die Knochen - das ist wie bei jeder anderen gewöhnlichen Sportart auch.“ Disziplin und Ehrgeiz seien unerlässlich. Es sei später einmal sehr wichtig, zusätzliches Kraft- und Ausdauertraining neben den eigentlichen Einheiten zu machen.

Genau das mache den Motorsport seiner Meinung nach so interessant und faszinierend: „Man muss seine persönliche Höchstleistung abliefern und einschätzen können, was ich mir und meinem Körper selbst zutrauen kann“, sagte Pickenhahn.

Den Motorsport könne man aufgrund des stetigen Trainings bis ins hohe Alter ausüben: „Das hält fit“, erklärte der Vorsitzende.

Anlass des Schnuppertags sei es, neue Kräfte für die Jugendabteilung zu mobilisieren, die dann für den MSC Melsungen bei Wettbewerben ins Rennen gehen. Des Weiteren versuche der Verein gezielt, Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, nicht in der Natur wahllos herumzufahren. Stattdessen sei das Ziel, diejenigen mit in den Verein zu integrieren.

Die Nachwuchsabteilung läuft nach Angaben von Franz Pickenhagen sehr gut. 60 Jugendliche gehen für den MSC an den Start: „Das Interesse am Motorsport ist hier groß“, so Pickenhahn.

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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