Jungköchin aus Wallenstein auf dem Weg an die Spitze

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Das sieht gut aus: Nicht nur dem Gaumen, auch den Augen sollen die Gerichte gefallen. Küchenchefin Hannelore Mayer-Stahl (im Hintergrund) ist stolz auf die von ihr ausgebildete Jungköchin Xenia Keppler.

Wallenstein/Hesserode. Das Vergnügen am Kochen hat Xenia Keppler erst während einiger Praktika in der Zeit an der Fachoberschule entdeckt. Während der Ausbildung zur Köchin im Rosenhof in Hesserode hat nicht nur sie ihr Talent erkannt, sondern auch Küchenchefin Hannelore Mayer-Stahl und ihr Berufsschullehrer.

Bei der Jugendbezirksmeisterschaft Nordost-Hessen war die 20-Jährige aus Knüllwald-Wallenstein unter sechs Mitstreitern nicht nur die einzige Frau, sondern auch die Beste.

Bei der Hessenmeisterschaft in Frankfurt musste sie sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Platz eins bekam eine junge Köchin vom Steigenberger Hotel in der Mainmetropole. Dennoch: Ein tolles Ergebnis, findet ihre Ausbilderin, denn der Rosenhof lasse sich mit der Küche des großen Hotels kaum vergleichen.

„Ich muss nicht lange überlegen, was man aus den Zutaten machen kann.“

Dennoch ist Hannelore Mayer-Stahl zuversichtlich, dass ihre ehemalige Auszubildende und jetzige Jungköchin ihren Weg gehen wird – auch wenn es mit der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Bonn nicht geklappt hat. Xenia Keppler ist wettbe-werbserfahren und sie weiß, dass das Procedere sich bei allen Wettbewerben ähnelt: Die Teilnehmer erhalten schriftlich einen fiktiven Warenkorb und müssen sich überlegen, was sie daraus zaubern. Vorgegeben sind ein Vier-Gänge-Menü und die Anzahl der Personen, meist zwischen acht und zwölf. „Ich muss nicht lange überlegen, was man aus den Zutaten machen kann“, sagt Xenia Keppler.

Doch sei an den Tagen der Entscheidung ohnehin alles anders als in der gewohnten Küche, wo jeder Handgriff sitzt. „In Hesserode haben wir Gas, in Frankfurt haben wir auf Induktionsherden gekocht“, sagt die Jungköchin und gibt zu, dass ihr da tatsächlich etwas angebrannt ist. Damit möglichst wenig unter der Anspannung des Wettbewerbs schief geht, ist ein vorher gemachter exakter Zeitplan wichtig.

Aufs Zubereiten allein kommt es beim Wettbewerb freilich nicht an, auch die Optik wird von der Jury bewertet. Sie entscheidet über die Platzierung, während die Gäste – darunter die Chefs der Teilnehmer – sich die Gerichte munden lassen. Hannelore Mayer-Stahl: „Als ich mir die Teller angeschaut habe, wusste ich, welcher von Xenia ist.“

Nur ungern lässt sie ihre Jungköchin ziehen, doch die will beruflich weiterkommen und hat bereits mit einem Studium begonnen. „Kochen ist meine Leidenschaft, mein Talent und wird mich auch in der Zukunft auf meinem Weg begleiten“, sagt Xenia Keppler.

Quelle: HNA

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