Anlieger stellten Alternativorschläge vor

JVA: Parkplätze weiter ein Problem

Gisela Reinhard-Heil

Ziegenhain. Weiterhin offen ist die Frage nach dem Standort des neuen Parkplatzes für die JVA-Bediensteten. Im Zuge des Neubaus Sicherungsverwahrung am Ziegenhainer Gefängnis plant das Justizministerium, einen Parkplatz mit 110 Stellplätzen an die Kornhausmauer zu verlegen. Bei einem Ortstermin am Dienstagabend hatten Ziegenhainer die Möglichkeit, Vertretern des Justizministeriums, der Stadt und der städtischen Gremien Alternativpläne vorzustellen.

Infrage kämen nach Ansicht von Wallgraben-Anliegern unter anderem Grundstücke im Bereich der Schneidmühle, ein Gelände in Höhe des Autohauses Weckesser, am Holzgraben und ein Rondell im Bereich des Kleinen Wallgrabens. Vorgestellt wurde auch die Möglichkeit, Parkplätze im gesamten Altstadtbreich zu verteilen.

Muss akzeptabel sein

Im Justizministerium ist man offen für Alternativvorschläge. Gleichwertig und sinnvoll lautet hier die Devise: „Der neue Parkplatz kann gerne woanders entstehen, müsste aber für die Stadt akzeptabel sein“, erklärte Stephan Gortner, Leiter der Stabsstelle Sicherungsverwahrung im Ministerium auf Anfrage der HNA. Und – es sollte eine möglichste schnelle Entscheidung geben. Vorbehalte habe es ausreichend gegeben: Im Bereich Schneidmühle würden sich Probleme lediglich auf die andere Hausseite der Anlieger verlagern. In kleineren Einheiten Parkplätze im Festungsbereich anzubieten, erfordere ein Park-Leitsystem. Teilweise fehle auch das erforderliche Planungsrecht oder der Fußweg wäre für die JVA-Bediensteten zu weit.

Enttäuschung

Frustriert äußerte sich Wallgraben-Anliegerin Gisela Reinhard-Heil zum Ortstermin: Man stoße gegen Wände und komme mit Argumenten nicht weiter. Dem schloss sich der Ziegenhainer Mathias Reitz an. Der Termin habe nur dazu gedient, der Bevölkerung guten Willen zu zeigen. Letztendlich werde das Projekt ohne Rücksichtnahme durchgesetzt.

Über die Vorschläge werde weiter in den Gremien verhandelt, erklärte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Klaus-Ulrich Gielsdorf. Angestrebt sei , dem Ministerium ein einheitliches Meinungsbild weiterzugeben, so Gielsdorf.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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