Gefängnis: Einzelne Schmierereien in Zellen

JVA Schwalmstadt: Rechte Umtriebe selten

Schwalmstadt. Hitler-Gruß und Hakenkreuze - in hessischen Gefängnissen fallen einzelne Häftlinge durch ihre rechte Gesinnung auf. Im Schwalmstädter Gefängnis sind nach Angaben von Anstaltsleiter Jörg Bachmann rechtsextreme Umtriebe selten.

Insgesamt sei „in keiner hessischen Justizvollzugsanstalt die Existenz einer neofaschistischen und neonazistischen Subkultur bekannt oder erkennbar“. Das erklärte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP).

In Schwalmstadt hat es laut Bachmann in den vergangenen Jahren es zwei Fälle gegeben, die sich im Verlauf der Teilnahme am Aussteigerprogramms Ikarus enttätowieren ließen. In Einzelfällen habe es auch NS-Schmierereien in Hafträumen gegeben.

Ordner mit Hetz-Schriften

Insgesamt werden bei Razzien in hessischen Gefängnissen immer wieder NS-Symbole oder -Schriften gefunden. 2012 waren das der Auflistung zufolge ein Ring mit Hakenkreuz, vier Bilder mit NS-Emblemen, selbst gefertigte Zeichnungen, in einem Fall ein ganzer Ordner an rechtsradikalen Schriften.

Ab August saß ein Gefangener „mit deutlich erkennbarer neonazistischer Einstellung“ in Butzbach ein.“ In Limburg war ein Gefangener mit entsprechendem Hintergrund inhaftiert, in Wiesbaden und Rockenberg je zwei“. (syg)

Quelle: HNA

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