Kita-Sanierungsstart noch offen – Publikum erfuhr im Stadtparlament kaum Neues

Kälte unterm Regenbogen

Muss dringend saniert werden: Der Kindergarten Regenbogen in Ziegenhain. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Kaum hatte die Parlamentssitzung am Donnerstagabend begonnen, wurde sie auch schon wieder unterbrochen. Nach kurzer Beratung sprachen sich die Fraktionen dann mit großer Mehrheit für die Aufnahme eines Dringlichkeitsantrages der SPD aus, die einen Sachstand zum Bebauungsplan Wieragrund wollte.

Zwar wurde dieser Ordnungspunkt ans Ende der Tagesordnung gesetzt, doch wurde die unversehens stark eingedampft. Vier Themen wurden zurückgezogen, offenbar weil der Magistrat bei seinen jüngsten beiden Sitzungen nicht beschlussfähig war (HNA berichtete). So wurde auch das lang sikutierte Thema Sanierung des DGH Trutzhain vertagt.

Auf welchen Termin genau, das ist derzeit noch offen, denn möglicherweise kommt es zu einer Sondersitzung des Parlaments. Die forderte Bürgermeister Wilhelm Kröll bereits für Donnerstag, den 31. Mai, vier Tage vor der Bürgermeisterwahl also (wir berichteten). Anberaumt wurde sie von Parlamentschef Reinhard Otto aus Termingründen aber erst im Anschluss daran, am Dienstag, 5. Juni. Kröll will, dass dann der durch die doppelte Magistratspanne verpasste Offenlegungsbeschluss für die Umwandlung in ein sogenanntes Sondergebiet gefasst und so der Zeitplan des Verfahrens eingehalten wird. Sprecher der CDU und FWG-Fraktionsvorsitzender Klaus-Ulrich Gielsdorf warnten indes vor dem Tempo in Sachen Sonderbaugebiet. Zunächst sollten mit Bedacht formale Fehler ausgeräumt werden.

Wenig ergiebig war zum Schluss der von der SPD errungene Sachstandsbericht über den Stand des Bebauungsplans. Bürgermeister Kröll sprach von einer „künstlichen Verzögerung“. Philipp Zmyj-Köbel nutze für die CDU-Fraktion die Gelegenheit zu einer ausführlichen Stellungnahme (siehe Artikel links).

Offen blieb auch, wann und wie die Kindertagesstätte Regenbogen im Ziegenhainer Fünftenweg saniert und erweitert wird. Sprecher mehrerer Fraktionen prangerten die Umstände an, unter denen dort gearbeitet werden muss. So sei die Raumtemperatur im vorigen Winter im Ausweichcontainer auf fünf Grad gefallen. Bis zum 21. Juni soll nun geprüft werden, ob Krippenfördermittel vom Neubauprojekt Wiegelsweg Treysa für den Regenbogen in Frage kommen.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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