An zwei Schulen des Landkreises soll Gelände per Videokamera überwacht werden

Kamera gegen Vandalen

Kein schöner Anblick: Mit der Hilfe von Videokameras hofft die Gustav-Heinemann-Schule Randalierer abzuschrecken. Vor zwei Jahren beklagte die Schule diese Wandschmiererei. Foto: tty

Kreis Kassel. Am Montag haben Hausmeister an Schulen meist alle Hände voll zu tun: Glasscherben müssen aufgeräumt, leere Bier- und Schnapsflaschen beseitigt und auch sonst allerlei Unrat entfernt werden. Aus diesem Grund startet der Landkreis jetzt ein Pilotprojekt und wird an zwei Schulen des Landkreises Kassel Videokameras installieren, um das Schulgelände zu überwachen (wir berichteten).

Ausgewählt wurden dafür die Gustav-Heinemann-Schule in Hofgeismar und die Theodor-Heuss-Schule in Baunatal, weil dort die Schadenslage nach Angaben der Kreisverwaltung am höchsten sei. Verglichen mit dem dortigen Vandalismus hielten sich die Schäden an den anderen Schulen im Kreis im Rahmen. So auch an der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen. „Dort ist uns nichts Auffälliges bekannt“, sagte Ute Jäger von der Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage. Und an den Beruflichen Schulen Herwig-Blankertz im Stadtteil Gasterfeld sorge ein Wachdienst für Schutz gegen Vandalismus nach Schulschluss und in den Abendstunden.

Anders sieht es an der Hofgeismarer Schule aus: Gerade an Wochenenden, so weiß Klaus Besser, Leiter der Gustav-Heinemann-Schule in Hofgeismar, würde das Schulgelände oft von Jugendgruppen genutzt, um dort zu feiern. „Unser offenes Gelände lädt dazu offensichtlich ein“, sagt Besser. Dass nun Videokameras installiert werden sollen, dazu sagt der Schulleiter: „Es geht nicht darum, Schüler oder Lehrer zu überwachen.“ Das Ziel sei, mögliche Randalierer per Video identifizieren zu können. Ob die Kameras rund um die Uhr laufen, oder erst nach Schulschluss eingeschaltet werden, ist noch nicht geklärt.

Endlosschleife

Fest steht aber nach den Worten von Kreissprecher Harald Kühlborn, dass die Kameras in einer Art Endlosschleife aufzeichnen. Nach vier Tagen würden die Aufzeichnungen wieder überspielt. „Es geht nicht darum, dass man auf Dauer Daten speichert“, so Kühlborn.

Der Kreis verspreche sich vielmehr eine abschreckende Wirkung von der Kameraüberwachung. In der Nähe der Kreisverwaltung in Kassel beispielsweise habe die Zahl der Autoaufbrüche drastisch abgenommen, seit es dort eine Kamera gibt.

Auf die abschreckende Wirkung setzt auch Klaus Besser. Seit der Renovierung – Kosten: 13,5 Millionen Euro – biete die Schule auch äußerlich einen Top-Zustand. Das soll auch so bleiben, sagt Besser und hofft, dass die Kameras nicht nur potenzielle Randalierer vor Saufgelagen abhält, sondern auch die Hürden für Grafiti-Sprüher deutlich erhöht. Schließlich werden sie gefilmt. (mrß/veg)

Quelle: HNA

Kommentare