Christina Nickel und Franziska Siemon neue Behindertenbeauftragte der Stadt Homberg

Der Kampf gegen Barrieren

Die beiden neuen Seniorenbeauftragten der Stadt Homberg, Franziska Siemon (links) und Christina Nickel, mit Hombergs Bürgermeister Martin Wagner (rechts) und dem Vorsitzenden des Homberger Seniorenbeirates, Heinz Engelhardt.

Homberg. Zwei Frauen kümmern sich in Homberg ab Januar um die Belange Behinderter. Der Magistrat hat die Diplom-Sozialpädagogin Christina Nickel (47) aus Allmuthshausen und Franziska Siemon (20) aus Knüllwald zu ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten ernannt. Ihnen stehen der 1. Vorsitzende des Homberger Seniorenbeirates, Heinz Engelhardt, sowie der Seniorenbeauftragte der Stadt Homberg, Uwe Dittmer, zur Seite.

Beide Frauen bringen Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die sie für diese Aufgabe besonders geeignet erscheinen lassen.

Christina Nickel: Die Diplomsoziapädagogin aus Allmuthshausen kann sich auf Grund ihrer eigenen Behinderung wohl am besten in die Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen einfühlen. Bei der zweifachen Mutter war im Oktober 1998 Multiple Sklerose diagnostiziert worden. Diese Entzündung des zentralen Nervensystems kann zur Lähmung der Beine führen, wie es bei Christina Nickel der Fall ist.

Als Rollstuhlfahrerin hat sie den besten Blick für nicht barrierefreie Eingänge. Deshalb ist eine vorrangige Aufgabe für sie, in der Stadt für barrierefreie Zugänge in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen zu sorgen.

Sie wird sich im nächsten Jahr zusammen mit Franziska Siemon ganz gezielt um dieses Problem kümmern. Bei einem Stadtrundgang mit Verantwortlichen des Rathauses wollen sie die Schwachstellen suchen.

Franziska Siemon: Die 20-Jährige aus Schellbach lässt sich seit 2009 zur Justizfachangestellten beim Amtsgericht in Kassel ausbilden. Seit einem Praktikum in der Schule für Hörgeschädigte und Sehbehinderte möchte sie sich für behinderte Menschen engagieren. Franziska Siemon bringt auch Grundkenntnisse in der Gebärdensprache mit.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, zwei so versierte und engagierte Persönlichkeiten für diese sensible Aufgabe zu gewinnen“, sagte Bürgermeister Martin Wagner.

Ab Januar 2011 gelten die unten genannten Sprechzeiten. Aber auch schon ab sofort kann man die Behindertenbeauftragten telefonisch und per Email erreichen. (red)

Kontakt: Büro- und Sprechzeiten: In den Räumen des ehemaligen Sozialamtes, Obertorstraße 4, immer am 3. Donnerstag des jeweiligen Monats von 16 bis 18 Uhr, Tel. 0 56 81/994-152, E-Mail: bbeauftragte@homberg-efze.eu.

Quelle: HNA

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