26 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind aus Hochwassergebiet zurück

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Eingespieltes Team: Sebastian Swoboda, Peter Göbel und Tobias Hofmann (von links).

Wolfhagen. Eine knappe Woche haben sie in Dresden gegen das Hochwasser gekämpft, seit Samstagnachmittag sind die 26 Einsatzkräfte der Wolfhager Feuerwehren wieder zurück.

Gemeinsam gegen die Flut: Die Einsatzkräfte der Wolfghager Feuerwehren waren eine knappe Woche im Hochwasser-Einsatz in Dresden.

Erschöpft und zufrieden resümieren sie die harten Einsatztage, an denen sie unter anderem mit Tauchpumpen das Japanische Palais vor dem Hochwasser bewahrt haben. „Der Einsatzort war durch eine andere Truppe bereits ausgestattet, wir haben eine relativ entspannte Situation vorgefunden“, sagt Zugführer Peter Göbel.

Weniger entspannt sollte es am zweiten Einsatzort zur Sache gehen, wo ein Luxushotel im Wasser unterzugehen drohte. „Das Haus ist ein gebranntes Kind, war bei der Jahrhundertflut 2002 arg in Mitleidenschaft gezogen worden und ist seitdem mit einer mobilen Alu-Schwellwand auf den Ernstfall eigentlich gut vorbereitet“, sagt Göbel. Die habe auch dafür gesorgt, dass die Nobelherberge diesmal nicht überflutet wurde, das Eindringen des Wasser durch Abwasserschächte aber habe sie nicht verhindern können. „Der Druck des Elbwassers war einfach zu groß, da waren wir gefordert“, sagt Führungsassistent Sebastian Swoboda. „Wir haben die Schächte abgepumpt und dafür gesorgt, dass das nachlaufende Wasser keinen größeren Schaden anrichtet.“

„Wir mussten schnell handeln, zeitweise stand das Wasser bis zu einen Meter hoch.“

In drei Schichten arbeiteten die Einsatzkräfte rund um die Uhr und waren optimistisch, bis am Freitagmorgen ein massiver Wassereintritt in einem der Kellerräume gemeldet wurde. „Plötzlich ist mehr Wasser eingetreten, als wir abpumpen konnten“, erinnert sich Tobias Hofmann, stellvertretender Zugführer. „Wir mussten schnell handeln, zeitweise stand das Wasser bis zu einen Meter hoch.“ Vorbildlich hätten die Kameraden in der Früh mit Sandsäcken die Tür zum betroffenen Raum verbarrikadiert und so Schlimmeres verhindern können. In Spitzenzeiten seien pro Minute 18 000 Liter Wasser abgepumpt worden.

Gemeinsam hatten die Wolfhager die Lage schnell im Griff und übergaben am Samstagmorgen an ihre Ablösung aus Waldeck-Frankenberg. Als sie ihre Heimreise antraten, war der Elbpegel schon um rund einen Meter zurückgegangen und die Situation hatte sich gegenüber den Vortagen sehr deutlich entspannt. (zhf)

Quelle: HNA

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