Vorbereitung für gesplittete Abwassergebühr

Kanal und kein Ende

Knüllwald. Kanal ist immer wieder Thema: Die künftige Berechnung der Gebühren beim Abwasser beschäftigte die Knüllwälder Gemeindevertreter in ihrer Sitzung. Zudem muss der Zustand der Hausanschlüsse überprüft werden. Die Gemeinde wird die Zuleitungen mit der Videokamera befahren und die Kosten den Knüllwäldern über die Abwassergebühren berechnen.

Diese Entscheidung wurde nicht von allen Gemeindevertretern getragen. Die CDU stimmte gegen den Antrag, die restlichen 15 Parlamentarier waren dafür. Werner Knierim (CDU) wollte, dass sich die Hauseigentümer selbst darum kümmern. Das Gesetz lasse diese Möglichkeit offen. Er meinte, der Hauseigentümer habe keinen Einfluss mehr, das sei ein Eingriff in die Eigentumsrechte. Jeder solle seinen Anschluss selbst überprüfen und dafür auch zahlen.

Dem hielt Helmut Wettlaufer (SPD) entgegen, dass dies mitunter sehr teuer werden könne. Denn manche Häuser hätten sehr lange Zuleitungen, andere seien wegen des Alters schwer zu überprüfen. Das Solidarprinzip sei gerechter.

Bürgermeister Jörg Müller meinte, es sei verwirrend zu behaupten, dies verstoße gegen geltendes Recht. Die Regelung werde in fast allen Gemeinden so gehandhabt wie in Knüllwald.

Ab 2013 werden die gesplitteten Abwassergebühren greifen. Der Wasserverbrauch und versiegelte Flächen, wie gepflasterte Wege und Dächer dienen als Grundlage der Gebührenberechnung. Zur Kartierung wurden die Grundstücke überflogen. (zty)

Quelle: HNA

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