Windkraftdebatte - Carsten Röhl fordert Rüge: Bürgermeister müsste handeln

Kandidat: Kritik an Werke-Chef

Carsten Röhl

Wolfhagen. Der Wolfhager Bürgermeisterkandidat Carsten Röhl kritisiert den Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen, Martin Rühl, in der Windkraftdebatte. „Es kann doch nicht angehen, dass ein Geschäftsführer einer kommunalen Tochtergesellschaft sich gegenüber Teilen der Bürgerschaft und damit seiner Kunden so übel im Ton vergreift, nur weil sie eine andere Auffassung vertreten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach Auffassung von Röhl „verschwimmen hier komplett die Rollen und die den Akteuren zugebilligten Kompetenzen“.

Röhl kritisiert in diesem Zusammenhang insbesondere den Umstand, dass Rühl die Kritiker des Standortes Rödeser Berg als wissentliche oder unwissentliche Handlager der Atomindustrie bezeichnet habe und dass diese deren lukratives Geschäft besorge.

„Polemik“

„Zu einer rustikal geführten Diskussion bin auch ich immer bereit gewesen. Aber sie sollte niemals so geführt werden, dass die Gefahr besteht, dass die Bevölkerung sich spaltet und tiefe Gräben entstehen“, so Röhl. Mit Meinungsfreiheit habe dieses Agieren nichts zu tun, sondern mit Polemik. Röhl: „Als Privatmann hätte er seine Auffassungen in welcher Art und Weise kund tun können, nicht aber als Geschäftsführer eines kommunalen Unternehmens in Wolfhagen.“

„Wo ist da der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Bürgermeister Schaake?“ fragt Röhl. Warum pfeife dieser seinen Geschäftsführer nicht zurück oder fordere von ihm Zurückhaltung ein? Wie könne man einfach so abtauchen, wenn der Versuch gestartet werde, die Bevölkerung, oder Teile hiervon, öffentlich so „ausfallend und substanzlos zu diskreditieren?“

Wenn Schaake die jüngste Kritik des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) als „hochgradig unseriös“ betitele, und sein Geschäftsführer gegenüber der Bürgerinitiative die gleichlautende Überschrift „hochgradig unseriös“ wähle, wirke dies wie abgestimmt. Es fehle die Kraft zu Kompromissen und politisches Fingerspitzengefühl. Die jetzt Verantwortlichen seien dazu nicht in der Lage, wenn „solche öffentlichen Betitelungen und Unterstellungen von Mitarbeitern an die Adresse von Bürgern möglich sind,“ so Röhl. (awe) Fotos:  Archiv

Quelle: HNA

Kommentare