Kandidaten antworten auf Leserfragen

Homberg. Aus zeitlichen Gründen, konnten nicht alle schriftlich eingereichten Leserfragen beim HNA-Lesertreff gestellt werden. Die Kandidaten haben diese, direkt an sie gestellten Fragen, nach der Veranstlatung schriftlich beantwortet.

Die Antworten von Dr. Nico Ritz (unabhängiger Kandidat, unterstützt von der CDU)

M. Schlee möchte wissen: Warum wollen gerade Sie Bürgermeister werden?

Dr. Nico Ritz: Ich bin Homberger und als solcher fest davon überzeugt, dass die Stadt eine gute Zukunft haben kann. Das gelingt aber nur dann, wenn man sehr akribisch und im Detail (!) daran arbeitet - das möchte ich sehr gerne tun und traue mir das u. a. aufgrund meines beruflichen Hintergrundes auch uneingeschränkt zu.

 Allhard Bischof: Wie soll - bei der momentan nicht einfachen Situation im Homberger Stadtparlament - das Organisieren von Mehrheiten gelingen, wenn wichtige Entscheidungen anstehen?

Dr. Nico Ritz: Der wichtigste Punkt ist, dass das Parlament - bevor Entscheidungen getroffen werden sollen - vollständig, ehrlich und verständlich informiert wird. Niemand darf sich „überrumpelt“ fühlen; dann werden auch vernünftige Entscheidungen getroffen.

Johannes Hobrecht: Sie sind in der Stadt Cassel mit EU-Abgeordneten sowie MdB Siebert aufgetreten. Wie wollen Sie in dieser Begleitung Ihre Unabhängigkeit bewahren? Auch Martin Wagner wurde damals von der CDU als unabhängiger Kandidat ins Rennen geschickt.

Dr. Nico Ritz: Als ich um die Unterstützung der CDU geworben habe, habe ich das mit einer sehr klaren Position getan, von der ich auch nicht abweichen werde: In einer Stadt wie Homberg ist das Amt des Bürgermeisters kein parteipolitisches. Die wesentliche Aufgabe ist es, das Zusammenleben der Menschen so optimal wie möglich zu organisieren - über alle Parteigrenzen hinweg. Deshalb gehöre ich keiner Partei an und werde dies auch nach der Wahl nicht ändern. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Position hat sich der Stadtverband der Homberger CDU entschlossen, mich zu unterstützen. Diese Entscheidung halte ich für sehr konstruktiv. Dass mir im Rahmen dieser Unterstützung Gelegenheit geboten wird, mich bei Veranstaltungen der Partei den Mitgliedern und Gästen vorzustellen, vermag an meiner Unabhängigkeit nichts zu ändern.

Gerstung und Kalender: Welche Ideen und Pläne haben Sie, um die Stadt Homberg wieder attraktive zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen. Wie wollen Sie die ärztliche Versorgung auch in der Zukunft sichern?

Dr. Nico Ritz: Aktive Ansiedlungspolitik und Bestandspflege sind aus meiner Sicht die Eckpfeiler erfolgreicher lokaler Wirtschaftsförderung, die - wenn sie konsequent betrieben wird - zu sichtbaren Verbesserungen führen wird. Das gilt gleichermaßen für die ärztliche Versorgung: Der Dialog mit den Medizinern vor Ort, gezielte Unterstützung bei der Nachfolgeplanung und der Aufbau eines „Netzwerks für Gesundheit“ halte ich für die richtigen Instrumentarien.

Brigitte Preuschof: Wie gedenken Sie den innerstädtischen öffentliche Verkehr zu organisieren?

Dr. Nico Ritz: Bedarfsgerecht und variabel: Es gibt Tage, da macht es aus meiner Sicht Sinn, die Westheimer Straße und den westlichen Teil des Markplatzs autofrei zu halten - wenn Veranstaltungen stattfinden oder ggf. auch generell an den Wochenenden, weil dann auch die Parkplätze der Kreisverwaltung zusätzlich und innenstadtnah zur Verfügung stehen. An den übrigen Tagen würde ich persönlich eine verkehrsberuhigte Zone (wie in der Untergasse) für sinnvoller erachten. Das Entscheidende ist aber letztlich, eine Lösung gemeinsam mit den unmittelbar Betroffenen zu erarbeiten, die ihnen nicht einfach „übergestülpt“ wird.

Die Antwort von Dr. Dirk Richhardt (unabhängiger Kandidat)

M. Schlee möchte wissen: Warum wollen gerade Sie Bürgermeister werden? 

Aktualisiert:
Mittwoch um 11.15 Uhr

Sehr geehrter Herr Schlee, ich möchte hier Bürgermeister werden, weil ich als Parteiunabhängiger die Rolle des Vermittlers und Bürgermeister für alle am glaubwürdigsten vertreten kann, ich schon lange hier wohne und arbeite und daher alle relevanten Gruppen kenne, gleichzeitig aber auch die Chancen und Probleme sehe, ich muss auch nicht lange umziehen sondern kann über die Pfarrgasse gehen und sofort anfangen und ich bin es gewohnt nach Aussprachen zeitnahe Entscheidungen zu treffen. Eigenschaften die ich bei den anderen Kandidaten leider nicht wahrnehmen konnte.

Die Antwort von Markus Opitz (FWG):

M. Schlee möchte wissen: Warum wollen gerade Sie Bürgermeister werden? 

Markus Opitz: Homberg kann mehr, und ich biete meine langjährige praktische Erfahrung mit Kommunalverwaltung und -politik an. Deshalb kann ich gemeinsam mit allen, die sich hauptamtlich und ehrenamtlich engagieren, sofort loslegen und anpacken.

Brigitte Preuschof: Wie gedenken Sie den innerstädtischen öffentlichen Verkehr zu organisieren? 

Markus Opitz: Ich werde mit den Anwohnern und Geschäftsleuten ein Konzept entwickeln mit dem die Altstadt erreichbar bleibt, aber vom reinen Durchgangsverkehr entlastet wird. Dazu gehört auch, dass es bald wieder einen Stadtbus gibt. Die Parkplatzsituation muss schnellstens verbessert werden.

Die Antwort von Dr. Dr. Dr. Stefan Markus Giebel (SPD):

M. Schlee möchte wissen: Warum wollen gerade Sie Bürgermeister werden?

Stefan Markus Giebel: Ich möchte Bürgermeister von Homberg werden, da ich diese Stadt und seine Bürger schon seit meiner Jugend kenne und zu schätzen gelernt habe sowie ich hier gemeinsam mit meiner Frau eine Familie gründen möchte. Das Gehalt reizt mich angesichts meiner bisherigen beruflichen Karriere nicht, sondern die Aufgabe. Ich weiß, dass Homberg eine für mich bewältigbare Herausforderung ist und Potential hat, da die Lage optimal zur Ansiedlung von Unternehmen und Gewerbe unter Nutzung aller Fördermöglichkeiten ist, die Pendlerströme für die Gewinnung von Bürgern genutzt werden können sowie die Bürger sich genauso wie ich als Bürgermeister für unsere Stadt engagieren.

Die Antwort von Dr. Eibe Hinrichs (Alternative für Deutschland):

M. Schlee möchte wissen: Warum wollen gerade Sie Bürgermeister werden?

Dr. Eibe Hinrichs: Der Stadt muss nachhaltig und substantiell saniert werden: die Finanzen, der Haushalt, die Strukturen. Wir müssen so schnell wie möglich aus dem "Rettungsschirm" heraus, um wieder vollends handlungsfähig zu sein. Darum will ich Bürgermeister werden: ich habe diese Notwendigkeiten zigmal erfolgreich durchgeführt und bringe eine hohes Maß an Berufs- und Lebenserfahrung (u.a. mit dem Schwerpunkt in der Öffentlichen Verwaltung) mit. Meine fachliche Ausbildung als Betriebswirt und meine Tätigkeit als Geschäftsführer sowie Sanierer von öffentlichen Unternehmen befähigen mich, diese Führungsaufgabe einer Stadt zu übernehmen.

Quelle: HNA

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