Das kann man tun, wenn man ein verletztes oder verlassenes Tier findet

Schwalm-Eder. Wer ein verlassenes Wildtier findet, muss vorsichtig sein. Darauf weist der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker hin.

Häufig seien die Jungtiere gar nicht verlassen worden, sondern würden noch von den Eltern versorgt. Der erste Eindruck täusche oft. Daher solle man das Tier lieber in Ruhe lassen und dem Jagdpächter Bescheid geben. Nur, wenn das Tier in einem Gefahrenbereich sei, solle man es in Sicherheit bringen.

Wer für die Jagd verantwortlich ist, wissen die Jagdbehörde und die Stadt- oder Gemeindverwaltung.

Sollte ein Tier offensichtlich verletzt sein, könne es sinnvoll sein, es mitzunehmen, heißt es in Beckers Mitteilung. Der Finder müsse es dann auf eigene Kosten tierärztlich behandeln lassen. Im rechtlichen Sinne eigne er sich das Tier an.

Wenn die Tiere wieder gesund sind, müssten sie laut Gesetz in die Freiheit entlassen werden. Für verletzte Vögel, etwa solche, die aus dem Nest gefallen sind, gibt es Pflegestationen. Wer eine streng geschützte Tierart (Greifvögel, Eulen, Fledermäuse) aufnimmt, muss das der Unteren Naturschutzbehörde melden.

Bei verletzten oder misshandelten Haus-, Zoo- und Nutztieren sind das Veterinäramt und die Tierschutzvereine Ansprechpartner.

Wer tote Tiere streng geschützter Arten findet, darf diese nicht einfach mitnehmen. Wer größere, tote Haustiere entdeckt, sollte das jeweilige Ordnungsamt der Gemeinde informieren, heißt es in der Mitteilung des Vizelandrats weiter.

Quelle: HNA

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