Kleines Gotteshaus am Hospital muss dringend saniert werden – doch das Geld fehlt

Kapelle St. Georg in Not

Kapelle St. Georg weist Schäden auf: Bei der Besichtigung von links Elke Wenderoth und Thomas Garde (beide Geschäftsführer der Stiftung Hospital St. Georg), Statiker Holger Albrecht, Pfarrer Sigurd Sadowski (stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Stadtkirche Melsungen), Bürgermeister Dieter Runzheimer und Dekan Rudolf Schulze. Kleines Bild oben: Glasfenster mit dem Heiligen Georg, unten: Rissmonitore zeigen seit einem Jahr die Mauerwerksbewegungen. Fotos:  Müller-Neumann

Melsungen. Seit dem 14. Jahrhundert steht die St.Georgskapelle auf dem Gelände des Hospitals an der Fulda bei Melsungen. Nach zwei Sanierungen in den Jahren 2000 und 2007 steht nun eine weitere Sanierung an: Risse und Wölbungen im Mauerwerk sind der Grund.

Zwar ist das kleine Melsunger Gotteshaus nicht akut einsturzgefährdet, doch die kritischen Punkte des Mauerwerks müssen tragfähig gemacht werden, sagte Statiker Holger Albrecht aus Wollrode bei einer Ortsbesichtigung: „Es ist nicht abzuschätzen, wie lange die Kapelle standsicher ist.“ Die Kosten schätzt er auf 80.000 Euro.

Das ist eine Summe, die weder die Stiftung des Hospitals, der die Kapelle gehört. noch der Förderverein der Melsunger Stadtkirche, der sich ebenfalls für die Kapelle einsetzt, momentan schultern können.

Auf dem Stiftungskonto, so erklärte Geschäftsführer Thomas Garde, befänden sich derzeit 20.000 Euro. Irgendwie müssen die restlichen 60.000 Euro zusammen kommen. Und dabei ist die Unterstützung der Melsunger und all derer, die sich der Kapelle verbunden fühlen, gefragt.

Senkrechte Risse zeigen sich an der Nord- und der Nordwestseite. Sie gehen von unten bis oben komplett durch das zweischalige Mauerwerk und sind auch von innen deutlich zu sehen. Außen wurden im Mai 2011 Marker, sogenannte Rissmonitore, angebracht, die die Bewegung des Mauerwerks dokumentieren.

Risse wurden bereits bei der Sanierung vor fünf Jahren festgestellt, als das Dach gegen eine neue Konstruktion gleicher Bauart inklusive Zugbändern ersetzt wurde. Das habe die Einsturzgefahr verringert. „Aber jetzt ist es höchste Eisenbahn“, machte Holger Albrecht deutlich, wie notwendig eine Sanierung ist.

Spendenkonto: Stiftung Hospital St. Georg, Kreissparkasse Schwalm-Eder, BLZ: 52052154, Kto.-Nr. 101 000 8884, Kennwort: Sanierung Hospitalskapelle

Quelle: HNA

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