Kariem Elsayed hat als Freiwilliger auf Sansibar gearbeitet

Im Klassenraum: Kariem Elsayed betreute und unterrichtete Kinder in einem Waisenhaus auf Sansibar. Zwei Monate lang war er dort freiwillig im Einsatz. Fotos:  privat

Schwalmstadt/Dillich. Soziales Engagement steht für Kariem Elsayed ganz weit oben. Er ist hilfsbereit, aber auch neugierig.

Nachdem der Dillicher das Etappenziel, seine Ausbildung, erfolgreich in Treysa abgeschlossen hat, entschied sich der junge Elekroniker für eine zweimonatige Freiwilligenarbeit - in der 11.000 Kilometer entfernten Entwicklungsregion auf Sansibar.

Dabei war es Elsayeds Hauptaufgabe, Kinder in einem Waisenhaus zu betreuen und zu unterrichten. Vormittags kümmerte er sich um die Jüngeren, mittags standen dann Englisch und Mathematik für die 12 bis 14-Jährigen auf dem Lehrplan. Nachmittags organisierten die freiwilligen Helfer eine Fußball-AG.

Für Technik zuständig

Die Installation von Wasserpumpen und Haushaltselektrik in Schulgebäuden und Krankenhäusern waren weitere wichtige Aufgaben des jungen Mannes. „Klima, Tropenstürme, Arbeitsmethoden, Arbeitsmittel und die Sprache erschwerten diese Arbeiten“, erzählt der 20-Jährige. Auch ein Naturschutzprojekt mit Meeresschildkröten habe zu der Projektarbeit gehört. Dabei versorgte Elsayed Jungtiere und kranke Schildkröten und pflegte die Lagune.

Die Freizeit war für den Dillicher erlebnisreich: Er erkundete die Insel vom Traumstrand bis zum Regenwald und unternahm eine Safari auf dem Festland Tansanias. Sein Arbeitgeber, die Firma Horn und Bauer aus Treysa, unterstützte die Idee. Durch Flexibilisierung der Arbeitszeit konnte Elsayed sich den nötigen Puffer auf seinem Stundenkonto ansammeln, um zwei Monate frei zu nehmen und seiner Vision zu folgen. Vorgesetzter Björn Thiel sagt: „Kariems beispielhaftes soziale Engagements schätzen wir sehr. Er hat nicht nur persönliche Zeit, sondern auch eigenes Geld investiert, um helfen zu können.“ Als Wertschätzung habe man ihm seitens der Firma fünf Tage Sonderurlaub geschenkt.

Beim Spielen: Auch Freizeitaktivitäten wie Fußballspielen organisierte der Dillicher.

Elsayed resümiert: „Die Erfahrungen möchte ich nicht missen und ich kann sagen, jeder, der eine solche Möglichkeit bekommt, sollte diese auch wahrnehmen.“

Quelle: HNA

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