„Hier sieht es aus wie in einem Karl-May-Film“

Lieblingsplätze: Der Sebbelsee bei Ottrau

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Kommt auch gern her: Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz schätzt den Sebbelsee als Ziel für Wanderungen. Das Gewässer ist auch für Radfahrer gut zu erreichen. Foto:  Schittelkopp

Ottrau. Wer ein kühles Schattenplätzchen sucht, wird am Sebbelsee fündig. Dort lässt es sich wunderbar nach einer Rad- oder Wandertour entspannen. Die Ufer des Waldsees laden auch zum Picknicken ein. Denn der Sebbelsee versprüht einen ganz besonderen Charme.

„Hier sieht es aus wie in einem Karl-May-Film“, erzählt Norbert Miltz. Auch der Bürgermeister schätzt den Sebbelsee als Ausflugsziel für Wanderungen und Radtouren. In dem ehemaligen Basaltsteinbruch in der Nähe von Bahnhof Ottrau ist der idyllische See entstanden. Auf einem Rundweg lassen sich immer neue Ausblick auf die Western-Kulisse genießen.

Die Ottrauer nennen den Ort liebevoll den Sebbel. Als Anfang des 20. Jahrhunderts der Bau der Knüllwaldbahn von Treysa nach Bad Hersfeld begann, ging auch der Basaltsteinbruch in Betrieb.

Beide haben die Landschaft nachhaltig verändert. Nach der Stilllegung des Steinbruchs entstand der Sebbelsee und aus der alte Bahntrasse wurde heute der Bahnradweg. Heute befindet sich der Radweg in der Nähe des Sees - der Sebbel ist der ideale Punkt für eine Rast während einer Radtour. Tipp: Wer dort anhält, kann auch gleich noch das Mühlenmuseum Steinmühle besuchen.

Die besondere Ruhe, die der See ausstrahlt, rührt auch daher, dass er nur zu Fuß zu erreichen ist. Autos können nur den nahegelegenen Parkplatz (zwischen Abfahrt Schorbach und Bahnhof Ottrau) erreichen - von dort liegt der See drei Minuten Fußweg entfernt.

Wer eine längere Strecke wandern möchte, nimmt den zweiten Parkplatz (Ausschilderung Wanderweg). Radfahrer steigen zwischen Steinmühle und Bahnhof Ottrau ab.

Wer den Sebbel erwandern will, macht sich an der Kirche Ottrau auf den Weg, läuft an der Otter entlang und zur Lenzenmühle, danach geht es weiter zur Grenff und im Anschluss zur Steinmühle. Der Weg führt weiter den Weg zum Sebbel (333 Meter Höhe) und hinauf zum See. Dort angekommen, sollten die Besucher die Seele baumeln lassen und die Füße ins kühle Wasser des Waldsees halten. Der Sebbelsee ist Angelgewässer für den Verein Petri Heil aus Olberode. Das Baden ist dort nicht gestattet. Im Anschluss geht es zurück nach Ottrau. Der Rundweg ist acht Kilometer lang.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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