Neues Beratungsangebot soll Frauen die Berufswelt vorbereiten

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Wollen Frauen stärken: Elke Junger, Geschäftsführerin der Starthilfe, Katja Heiwig sowie Heike Agha-Seyed Lotfollah vom Jobcenter.

Schwalm-Eder. Wer nach neuen beruflichen Möglichkeiten sucht, steht vor jeder Menge Aufgaben, die abgearbeitet werden müssen. Bewerbungsunterlagen erstellen, Stellensuche und vieles mehr gilt es zu bewältigen.

Hilfe dabei bekommen (Allein-) Erziehende und Frauen aus dem Schwalm-Eder-Kreis jetzt von Katja Heiwig im Job-Café. Dabei handelt es sich nicht um ein Café im üblichen Sinne, sondern viel mehr um ein Beratungsangebot, dass man gerne auch bei einer Tasse Kaffee erhalten kann.

Mehr als das: Das Angebot gliedert sich in zwei Bereiche. Da wäre zum einen die offene Sprechstunde, die Katja Heiwig montags, dienstags und donnerstags in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr anbietet. Diese Sprechstunden finden regelmäßig, alle 14 Tage, in den Familienzentren des Landkreises statt.

Kontakte knüpfen

Dann gibt es die offenen Treffen im Job-Café, die über die Beratungsangebote hinausgehen und bei denen sich Frauen treffen und austauschen können. „Es geht darum, Kontakte zu knüpfen und sich über Selbsthilfegruppen im Landkreis oder Termine für Workshops zu informieren“, sagt Heiwig. Die Termine finden einmal pro Monat in der Zeit von 14 bis 16 Uhr an jedem Standort statt.

„Manchen Frauen, die zum Beispiel länger aus dem Job draußen sind, fällt es schwer, den ersten Schritt zu wagen. Es hat sich schließlich vieles verändert“, sagt die Beauftragte für Chancengleichheit. Daher sei die Sprechstunde auch offen und nicht an hohe Erwartungen oder Anforderungen geknüpft, erklärt Elke Junger von der Starthilfe. Die Starthilfe wurde vom Land Hessen mit der Planung des Job-Cafés beauftragt. Das Projekt läuft zunächst bis Ende des Jahres. Katja Heiwig hat eine 25-Stunden-Stelle dafür erhalten.

Ihr Ziel: Sie will ganz individuell auf die Frauen und ihre Ziele eingehen. „Ob es darum geht, dass jemand zurück in den Beruf will, die Kinderbetreuung geregelt werden muss, es um Teilzeitausbildung geht oder man finanziell in einer schwierigen Lage ist und Beratung nötig hat“, zählt sie Beispiele auf.

Im Job-Café sollen die Frauen Unterstützung und Motivation erhalten. Heiwig setzt mit ihrer Arbeit schon vor der Vermittlungs- und Beratungsarbeit der Job-Center an. Und doch arbeitet sie auch eng mit ihnen zusammen. Sie kennt die Ansprechpartner bei Beratungsstellen und im Jobcenter. „Ich begleite die Frauen auch zu Terminen, wenn es ihr Wunsch ist“, sagt sie.

Grundsätzlich gehe es darum, die Frauen zu stärken, ihnen Mut zu machen und sie bei der Suche nach Arbeit und beruflichen Perspektiven zu unterstützen.  Weitere Artikel

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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