Karrierechancen in der Klinik: Noch Ausbildungsplätze frei

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Gesundheits- und Krankenpflegeschüler in der Kreisklinik Wolfhagen mit der mobilen Patientenakte: (von links) Patrizia Olinewitsch, Krankenpflege-Schulleiterin Barbara Streitbürger, Krankenpflegedirektorin Kathy Mehler und Dennis Burim aus Vöhl. Mit der mobilen Patientenakte haben die Krankenpflegeschüler immer alle Daten der Patienten griffbereit und sind auf dem aktuellsten Stand, was Ärzteverordnungen angeht.

Wolfhagen/Bad Arolsen. Wenn die beiden Gesundheits- und Krankenpflegeschüler von ihrer Ausbildung in der Kreisklinik in Wolfhagen berichten, wird spürbar, dass sie mit ganzem Herzen dabei sind.

Diese Möglichkeit haben auch andere junge Menschen, denn in den Kliniken in Wolfhagen und Bad Arolsen sind noch jeweils vier Ausbildungsstellen zum 1. Oktober frei. Ganz bewusst haben sich Patrizia Olinewitsch aus Wolfhagen und Dennis Burim aus Vöhl nach dem Abitur beziehungsweise Fachabitur für diesen Beruf entschieden. Sie wollen helfen, pflegen und Patienten ein gutes Gefühl geben. „Es ist schön, wenn man die Genesung der Patienten erlebt und man dabei helfen konnte“, sagte Dennis Burim.

Seine Ausbildung ist keine öde Schichtarbeit in einer Klinik. Ganz im Gegenteil. Die Vielschichtigkeit in dem Beruf weitet sich auch auf das Klinikum der Gesundheit Nordhessen nach Kassel aus. Grundsolide wird die Basis für Auszubildende in den Krankenhäusern in Bad Arolsen und Wolfhagen gelegt. Danach durchlaufen die Auszubildenden die Stationen Geburtshilfe, Neurologie und Pädiatrie im Klinikum in Kassel der Gesundheit Nordhessen. In Bad Arolsen ist die Krankenpflegeschule, in der die Auszubildenden beider Kliniken gemeinsam unterrichtet werden.

„Wir fühlen uns aber als eine Klasse und tauschen unsere Erfahrungen aus“, sagte Patrizia Olinewitsch. Die 22-Jährige hat nach dem Abi erst als Aupair in Amerika gearbeitet und dann ein freiwilliges soziales Jahr in der Wolfhager Kreisklinik absolviert. Danach war klar, dass sie diese Ausbildung machen will. „Und danach würde ich gerne Medizin studieren, das ist mein Traum“, sagte die sympathische junge Frau.

Individuelle Ausbildung

Für den 19-jährigen Dennis Burim bedeutet die Ausbildung ein guter Einstieg in die Forensik. Nach der Besichtigung der forensischen Psychiatrie in Marsberg ist sein Interesse an dieser Fachrichtung gewachsen. Beide genießen die Individualität an der Kreisklinik und, dass jeder jeden kennt. Das unterstreicht auch Krankenpflege-Schulleiterin Barbara Streitbürger. „Durch die überschaubare Größe der Schule in Bad Arolsen ist die Ausbildung sehr persönlich“, sagte Streitbürger. Krankenpflegedirektorin Kathy Mehler ergänzt, dass auch ein duales Studium ab dem zweiten Ausbildungsjahr angeboten wird. „Die Karrierewege sind in alle Richtungen offen“, sagte Mehler. Zudem würden Stipendien vergeben. Stolz ist die Krankenpflegedirektorin auch darauf, dass sich die Gesundheit Nordhessen die eigenen Fachkräfte sichert. In Wolfhagen werden in diesem Kurs zwei Azubis übernommen, in Bad Arolsen sind es gleich zwölf. Die insgesamt 50 Ausbildungsplätze sollen in den nächsten zwei Jahren um jeweils fünf Stellen aufgestockt werden. Wer Interesse an einer Ausbildung hat oder ein Praktikum absolvieren möchte, erhält hier Unterstützung

Krankenpflegeschule: barbara.streitbuerger@gnh.net oder bei der Krankenpflegedirektorin kathy.mehler@skhba.de Telefon: 05691 / 800370 oder 05692 / 40210.

Quelle: HNA

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