Katastrophenschutzübung: Knifflige Aufgaben für die Retter im Steinbruch

Schwerarbeit: Die Feuerwehrleute aus Knüllwald und Homberg hatten bei der Katastrophenschutzübung im Steinbruch zwischen Remsfeld und Rengshausen zahlreiche knifflige und schweißtreibende Aufgaben zu lösen.

Knüllwald/Fritzlar. Die Zusammenarbeit proben und pflegen war Ziel einer Übung der Katastrophenschutzzüge aus Knüllwald und Fritzlar am Wochenende. Geübt wurde im Bereich des Steinbruchs auf der Anhöhe zwischen Remsfeld und Rengshausen. Dazu hatten sich der Gemeindebrandinspektor von Knüllwald, Carsten Löffler, und der Fritzlarer Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke einiges einfallen lassen.

Ihren Angaben zufolge stand dabei die Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Zwar hätten die Feuerwehren in ihren Zuständigkeitsbereichen genug zu tun, dennoch sei man oft auf die Hilfe der Nachbarn angewiesen.

Dazu sei es für die neuen Zugführer Georg Ruske aus Knüllwald sowie Steffen Klink und Tim Konze aus Fritzlar auch die Gelegenheit gewesen, Einsatzabläufe in der Praxis zu koordinieren und zu üben. Gerade für die Fritzlarer Teilnehmer war es wichtig, mit den Einsatzkräften aus Knüllwald zu kommunizieren, da niemand der Fritzlarer Feuerwehrleute über Ortskenntnisse in Knüllwald verfügte.

Brände nicht unter Kontrolle

Die beiden Feuerwehrchefs hatten für die Übung drei Szenarien ausgearbeitet, von denen die Teilnehmer nichts wussten. Angenommen wurde, dass unterhalb der Malsfelder Hütte mehrere Brände ausgebrochen seien. Da die ortsansässigen Feuerwehrleute schon lange Zeit im Einsatz waren, wurde der Katastrophenschutzzug aus Fritzlar angefordert, der sich kurz nach acht Uhr in Richtung Knüllwald in Marsch setzte.

Absturz

Während die erste Übung mit Schlauchleitung über lange Wegstrecke und Brandbekämpfung noch nicht ganz abgeschlossen war, setzte das nächste Übungsszenario ein. Ein Auto war im Steinbruch abgestürzt, der eingeklemmte Fahrer brauchte dringend Hilfe.

Einsatzkräfte aus Knüllwald und Fritzlar, die beim Brandeinsatz nicht mehr erforderlich waren, machten sich auf zum Steinbruch, mussten zuvor aber noch einen umgestürzten Baum mit Kettensägen zerkleinern, der die Zufahrt zum Übungsort versperrte. Nachdem das Fahrzeug gegen einen Absturz gesichert war, wurde der eingeklemmte Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät befreit.

Im dritten Übungsteil schließlich galt es, eine in den Steinbruch abgestürzte Frau zu finden. Sie sollte mit der so genannten Schleifkorbtrage über die Abbruchkante gerettet werden.

Acht Stunden Übung

Für die 22 Einsatzkräfte aus Knüllwald und die 38 aus Fritzlar war es kein Spaziergang. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit Eis und Schnee waren alle dann froh, als die Übung nach acht Stunden beendet war und es im Feuerwehrhaus in Rengshausen warme Speisen und Getränke gab.

Quelle: HNA

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