Katja Domrich eröffnet im Oktober Frischmarkt in Dörnberg

Bereiten sich auf die Wiedereröffnung vor: Katja Domrich wird die neue Inhaberin des Frischmarktes in Dörnberg. Ihr Mann Frank und die Familie unterstützen sie. Foto: Thon

Dörnberg. Einen exakten Eröffnungstermin können sie noch nicht benennen, zu viel ist in den kommenden Wochen noch zutun.

Katja und Frank Domrich fiebern jedoch dem Tag entgegen, an dem sie das kleine Lebensmittelgeschäft in Dörnberg, den Frischmarkt, wieder eröffnen werden. Irgendwann im Oktober wird das sein.

Schwer gefallen ist Katja Domrich die Entscheidung nicht. Ihre vier Kinder seien aus dem Gröbsten raus, eine berufliche Neuorientierung habe angestanden, sagt die 44-Jährige. Nachdem ihr Vorgänger Frank Rosenberg aus familiären Gründen zum 30. April den Laden nach fünf Jahren geschlossen hatte, fühlte sich die gelernte Bauzeichnerin gefordert. Die Immobilie gehört ihr ohnehin, ihre Eltern hatten das Geschäft bis zur Rente betrieben. „Ich wuchs quasi zwischen den Regalen auf“, sagt Domrich.

Sie entschied sich für den nordrhein-westfälischen Familienbetrieb Lüning aus Rietberg als Lieferanten, an dem die Handelskette Edeka mit 49 Prozent beteiligt ist. Regionale Produkte werden das Sortiment ergänzen. Von der Metzgerei Rennert aus Freienhagen kommen Wurst und Fleisch, Eier und Nudeln liefert Landwirt Carsten Rennert aus Niederelsungen und von der Zierenberger Bäckerei Schäfer werden Brot und Kuchen angeboten. Eine nagelneue Theke für Backwaren hat Katja Domrich mit Unterstützung ihrer Familie und dem Frischmarkt-Team aufgebaut. In einer gemütlichen Nische werden Tische und Stühle aufgestellt, an denen geschnuddelt werden kann. Selbst für das nächste Jahr haben die Domrichs Pläne: Eine kleine Außenterrasse wollen die Eheleute dann anlegen. „Es gibt ja in Dörnberg keine Treffpunkte mehr“, sagt Frank Domrich, der in seiner Freizeit dem Frischmarkt helfend zur Seite stehen will.

Engagiert im Ort 

Der Abbau von Infrastruktur war für Katja Domrich ein Grund, sich zu engagieren. „Die Menschen benötigen eine Einkaufsmöglichkeit. Das ist Lebensqualität“, sagt sie. Insbesondere für ältere, weniger mobile Menschen sei das von Bedeutung. Mit einem Lieferservice will sie Senioren den Alltag erleichtern. In Dörnberg ist die 44-Jährige bekannt. In der Grundschule war sie als Schulelternbeirätin aktiv, als stellvertretende Vorsitzende bringt sie sich in die Kirchenvorstandsarbeit ein und bei den Landfrauen mischt sie mit.

Neben ihr wird der Frischmarkt noch vier Beschäftigte haben. Kunden können sich auf ein Wiedersehen mit Michaela Mück und Sonja Heumann freuen, die hat die Dörnbergerin von ihrem Vorgänger übernommen.

Quelle: HNA

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